18.02.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Zweites Treffen der Düsseldorfer "Courage-Schulen"

Zweites Treffen der Düsseldorfer "Courage-Schulen"

Workshops im Humboldt-Gymnasium durchgeführt

Das Kommunale Integrationszentrum hat zum zweiten Mal ein Treffen der Düsseldorfer "Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage" organisiert.

Düsseldorf - Beim zweiten Lokaltreffen der Düsseldorfer "Courage-Schulen" haben am Mittwoch, 5. Februar 2020, rund 60 Schüler, Lehrer sowie Schulsozialarbeiter im Humboldt-Gymnasium darüber diskutiert, wie sich demokratische Prozesse in ihren Schulen stärken lassen und welche Potenziale dies für die Arbeit im Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bietet.

Nach einer Begrüßung durch den Leiter des Humboldt-Gymnasiums Volker Syring informierte die Regionalkoordinatorin des Netzwerks, Anne Dierenfeldt vom Kommunalen Integrationszentrum Düsseldorf (KI), über aktuelle Entwicklungen. Anschließend berichtete die Diversity-Beauftragte der Stadt Düsseldorf, Jana Hansjürgen, über den Stand der Planungen zur diesjährigen Veranstaltung zum "Tag gegen Rassismus", an dem sich auch die Düsseldorfer "Courage-Schulen" beteiligen.

In vier Workshops konnten die Teilnehmer anschließend ihre demokratischen Kompetenzen vertiefen. Diese sind nicht nur grundlegende Voraussetzungen zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe, sondern auch eine wichtige Basis für ein vorurteilsfreies Miteinander. So erarbeiteten sich die Teilnehmer im Workshop des Projekts "Bildung trifft Entwicklung" ein gemeinsames Verständnis von Demokratie in der Schule sowie alltägliche Handlungsstrategien, um sich Diskriminierungen entgegenzustellen. Im Schnupperworkshop des Netzwerks für Demokratie und Courage (NDC) NRW bearbeiteten die Jugendlichen die Fragen: Wie entsteht Diskriminierung? Wo begegnet sie uns in unserem Alltag? Wie kann ich selbst wirkungsvoll etwas tun? - und suchten gemeinsam erste Schritte, selbst aktiv zu werden.

Das Junge Schauspiel bot in einem Workshop die Möglichkeit, sich mit dem Menschenrecht auf Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit und dessen Einschränkungen auseinanderzusetzen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen hatten die Teilnehmer anschließend auch die Möglichkeit, das neue transnationale Theaterstück The Treasure/Der Schatz im Jungen Schauspiel zu besuchen.

In einen Workshop speziell für Lehrkräfte und Fachkräfte der Schulsozialarbeit bot Bettina Heilmann vom DGB Bildungswerk NRW die Möglichkeit, sich mit den Herausforderungen der Arbeit im Courage-Netzwerk auseinanderzusetzen und gemeinsam neue Impulse zu erarbeiten. Nach einer gemeinsamen Mittagspause betonten Christoph Schlagenhof und Michael Ridder, Regionalberater und Landesbeauftragte NRW im Wettbewerb "Demokratisch Handeln", in einen Impulsvortrag die große Bedeutung einer nachhaltigen Verankerung des Themas Demokratie in allen Schulbereichen.

Einen direkten Einstieg in die praktische Umsetzung lieferte die sich anschließende "Fish-Bowl", eine für alle offene Diskussionsrunde, in der verschiedene Expertinnen und Experten der schulischen und außerschulischen Demokratiebildung Möglichkeiten einer demokratischen Schule und deren Potenziale für das Engagement gegen Diskriminierung diskutierten. Mit dieser Methode entstand schließlich ein anregender Dialog zwischen den Experten und den Schülern.


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