Zweiter Raser nach tödlichem Rennen durch Berliner City festgenommen

Beiden Unfallfahrern wird Totschlag vorgeworfen

Nach dem Tod eines Unbeteiligten bei einem illegalen Autorennen durch Berlin ist auch der zweite Unfallfahrer festgenommen worden.

Berlin - Wie die Berliner Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, wurde der 24-Jährige am Vortag im Bezirk Marzahn unter dem Verdacht des Totschlags verhaftet. Bei dem Unfall zwischen Gedächtniskirche und dem Kaufhaus des Westens (KaDeWe) war am 1. Februar ein 69-Jähriger getötet worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 24-Jährigen vor, mit seinem Mercedes-Benz CLA ein Autorennen gegen einen 27-Jährigen und dessen Audi A6 gefahren zu haben. Dabei habe der 24-Jährige mehrfach rote Ampeln ignoriert und sei mit weit mehr als 100 Stundenkilometern über den Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße gefahren.

Beide Fahrer hätten "ohne Rücksicht auf Verluste" gewinnen wollen und dabei den möglichen Tod von Dritten billigend in Kauf genommen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Den Männern werde deshalb ein bedingter Tötungsvorsatz vorgeworfen.

Beide Beschuldigte überfuhren an dem frühen Montag um 0.40 Uhr mit hoher Geschwindigkeit eine rote Ampel, wobei der 27-Jährige mit einem von rechts kommenden Jeep kollidierte. Der Audi A6 schleuderte den Jeep Wrangler älteren Baujahrs von der Kreuzung an der Nürnberger Straße mehr als 100 Meter weit in Richtung KaDeWe. Der Jeep-Fahrer verstarb noch am Unfallort.

Der Fahrer des Mercedes CLA hatte offenbar versucht, dem Crash auszuweichen und war dabei auf dem Hochbeet des Mittelstreifens gelandet. Die Raser wurden ebenso schwer verletzt wie die 22-jährige Beifahrerin des 24-Jährigen.

(xity, AFP)