Zweite Bundeswehrmaschine zur Evakuierung in Kabul gelandet

Kramp-Karrenbauer: Maschine soll "so viele wie möglich" mitnehmen

Mit der Landung eines zweiten Transportflugzeugs auf dem Flughafen von Kabul hat die Bundeswehr am Dienstag ihre Evakuierungsmission in Afghanistan fortgesetzt.

Mit der Landung eines zweiten Transportflugzeugs auf dem Flughafen von Kabul hat die Bundeswehr am Dienstag ihre Evakuierungsmission in Afghanistan fortgesetzt. "Wir nehmen alles mit, was vom Platz her in unsere Flugzeuge passt", sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Berlin. Dies betreffe deutsche Staatsbürger, gefährdete Afghanen und Staatsbürger verbündeter Nationen. Gemeinsames Ziel mit den Verbündeten sei es, "so viele wie möglich auszufliegen".

Die Ministerin gab auch bekannt, dass deutsche Soldaten am Flughafen Kabul Stellung bezogen hätten, um die Rettungsflüge abzusichern. Ihre wichtigste Aufgabe sei es angesichts der instabilen Lage am Flughafen, "diejenigen, die abfliegen, zum Flugzeug zu bringen. Dazu brauchen wir eigene Kräfte."

Wie lange die Rettungsaktion dauern werde, konnte Kramp-Karrenbauer nicht sagen. Die Bundeswehr habe sich auf zwei Szenarien eingestellt: Das erste beinhalte, dass es nur einen sehr "kurzen Zeitslot" für die Evakuierungsflüge gebe. Das zweite Szenario beinhalte, dass die Luftwaffe möglicherweise bis in die kommende Woche hinein "eine echte Luftbrücke" aufbauen könne.

Ein erster Evakuierungsflug der Luftwaffe war in der Nacht unter schwierigen Umständen in Kabul gelandet. Die Maschine konnte aber nur sieben Menschen ausfliegen.

© 2021 AFP