20.06.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Zwei Straßenbahnunfälle innerhalb kurzer Zeit

Zwei Straßenbahnunfälle innerhalb kurzer Zeit

Bahn in Lierenfeld entgleist und Kollision mit Pkw

Am Dienstagabend, 4. Juni 2019, kam es in Düsseldorf zu zwei Unfällen mit Straßenbahnen. Insgesamt 25 Personen wurden verletzt.

Düsseldorf - Über die Notrufnummer 112 meldeten Passanten der Feuerwehr Düsseldorf einen Unfall mit einer Straßenbahn in Lierenfeld. Sofort entsendet der Leitstellendisponent ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Rettungsdiensteinheiten zu der Unfallstelle. Als wenige Minuten später die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, bot sich folgendes Bild. Eine mit rund 50 Fahrgästen besetzte Straßenbahn war im Bereich des Abzweigs auf der Karl-Geusen-Straße zum Betriebshof der Rheinbahn aus den Schienen gesprungen und vor einem Gitter zum Stehen gekommen. Teile der Oberleitung waren beschädigt und hingen herunter. Dieser Unfall ereignete sich ohne die Beteiligung weiterer Fahrzeuge.

Sofort entsendete der Einsatzleiter mehrere Notfallsanitäter von Feuerwehr und Rettungsdienst in die Bahn, um die Fahrgäste auf Verletzungen zu untersuchen. Zeitgleich wurde in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Rheinbahn die Oberleitung abgeschaltet und geerdet. Aufgrund der Vielzahl an Fahrgästen und den zu erwartenden Verletzten forderte der Einsatzleiter umgehend weitere Rettungswagen, einen Notarzt sowie einen Feuerwehrbus an. Insgesamt untersuchten die beiden Notärzte sowie die Notfallsanitäter 27 Fahrgäste. Davon waren zwei mittelschwer verletzt, weitere 20 leicht verletzt und 21 mussten anschließend mit dem Rettungsdienst in Düsseldorfer Krankenhäuser transportiert werden. Ein Patient verweigerte die Mitfahrt und blieb vor Ort. Bei fünf Beteiligten konnten keine Verletzungen festgestellt werden, hier war keine ärztliche Behandlung in einem Krankenhaus notwendig. Bei allen Verletzten bestand keine Lebensgefahr.

Pkw kollidierte in Stadtmitte mit Straßenbahn

Ein Passant wählte am späten Dienstagabend die Notrufnummer 112 und meldete einen Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem weißen Mercedes im Kreuzungsbereich der Berliner Allee mit der Grünstraße. Aufgrund der Meldung, dass noch Fahrgäste in der Bahn sowie mindestens drei Verletzte im Pkw sein sollten, entsendete der Leitstellendisponent mehrere Rettungsdienst- und Feuerwehreinheiten zur Einsatzstelle. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits vier Minuten nach der Alarmierung, lag eine 25-jährige auf dem Gehweg und wurde von Passanten betreut. Hier kümmerte sich sofort die Besatzung eines Rettungswagens um die medizinische Behandlung. Anschließend erfolgte der Transport ins Krankenhaus. Außerdem saßen in dem hochwertigen und modernen Mercedes vorne und auf der Rückbank noch zwei 25- und 30 Jahre alte Frauen.

Sofort kümmerten sich weitere Notfallsanitäter um die Verletzten, zeitgleich kontrollierte ein Rettungstrupp der Feuerwehr die Bahn. Hier waren keine Fahrgäste verletzt, allerdings stand der Fahrer der Straßenbahn unter Schock. Nach einer ersten medizinischen Versorgung musste dieser anschließend ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert werden. Um die beiden Insassen aus dem Pkw zu befreien, musste die Bahn ein Stück zurückgefahren werden. In Absprache mit der Notärztin konnten danach mit mehreren hydraulischen Rettungsgeräten an dem robusten Fahrzeug die Türen auf der Fahrerseite sowie anschließend das komplette Dach entfernt werden.

Nur so war eine patientenschonende Rettung mittels eines Rettungskorsett möglich. Bereits während der Rettungsmaßnahmen am Unfallwagen, versorgten Notfallsanitäter der Feuerwehr die beiden verletzten Fahrzeuginsassen und führten eine erste medizinische Versorgung im Pkw durch. Aufgrund der massiven Bauweise des Mercedes konnte die 25-jährige Frau auf der Rückbank erst nach fast einer Stunde befreit werden. Nur wenige Augenblicke später war das 30-jährige Unfallopfer auf dem Fahrersitz ebenfalls aus dem Pkw befreit. Anschließend erfolgte der Transport unter Begleitung einer Notärztin eine Düsseldorfer Spezialklinik. Bei allen Verletzten kann Lebensgefahr ausgeschlossen werden.


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