Zwei neue gefährliche Briefe in Zusammenhang mit Commerzbank-Erpressung

Polizei stuft Absender als gefährlichen Täter ein

Im Zusammenhang mit einem Fall von Erpressung gegen die Commerzbank sind zwei weitere gefährliche Briefsendungen eingegangen.

Am 21. April habe der Mitarbeiter einer Filiale eines Vermögensverwalters in Wiesbaden eine verdächtige Briefsendung festgestellt und die Polizei alarmiert, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Dienstag in Nürnberg mit. Einen Tag später sei bei einem Immobilienbewerter in Stuttgart ein weiterer präparierter Umschlag eingegangen, den das bayerische Landeskriminalamt danach untersucht habe.

Nach der kriminaltechnischen Untersuchung gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden neuen Briefen und einem Brief, der sich beim Öffnen in einer Nürnberger Commerzbank-Filiale Ende März durch eine chemische Reaktion selbst entzündete. Die gesicherten Spuren würden derzeit mit bundesweiten und europäischen Datenbanken abgeglichen.

Die Polizei stufte den Erpresser als einen potenziell gefährlichen Täter ein und warnte erneut davor, dass dieser weitere präparierte Postsendungen in Umlauf bringen könnte. Empfänger sollten grundsätzlich misstrauisch sein, wenn sie unerwartete Post erhielten. Diese sollte hinsichtlich Auffälligkeiten in ihrer Beschaffenheit geprüft werden, insbesondere auf Unebenheiten oder fühlbare, harte Gegenstände im Innern des Umschlags. In solch einem Verdachtsfall solle umgehend die Polizei verständigt werden.

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