31.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Zwei Drittel halten Zuwanderung für notwendig

Zwei Drittel halten Zuwanderung für notwendig

58 Prozent registrieren aber Fremdenfeindlichkeit

Dem ZDF-"Politbarometer" zufolge halten zwei Drittel der Deutschen die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte für wichtig, die meisten nehmen aber auch ein Klima der Fremdenfeindlichkeit wahr - außer den Anhängern der AfD.

Berlin - Fast zwei Drittel der Deutschen sind dem ZDF-"Politbarometer" zufolge der Überzeugung, dass die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte für die Zukunft Deutschlands notwendig ist. In der vom ZDF veröffentlichten Umfrage vertraten 65 Prozent diese Meinung, 31 Prozent sahen das nicht so. Dieser Einschätzung schlossen sich die Anhänger der Parteien mehrheitlich an, lediglich die Anhänger der AfD sind in dieser Frage gespalten.

Gleichzeitig nehmen viele ein Klima der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland wahr: So vertraten insgesamt 58 Prozent der Befragten die Ansicht, dass Fremdenfeindlichkeit in Deutschland sehr stark (zehn Prozent) oder stark (48 Prozent) verbreitet ist. Für 40 Prozent ist dies nicht so stark (39 Prozent) und oder gar nicht (ein Prozent) der Fall. Auch hierin stimmen die Parteianhängergruppen mehrheitlich überein, mit Ausnahme der AfD-Anhänger. Von ihnen glauben 63 Prozent, Fremdenfeindlichkeit komme bei uns nicht so oft oder gar nicht vor.

Das Thema Ausländer und Integration ist für die Befragten derzeit das mit großem Abstand wichtigste Problem in Deutschland. 49 Prozent der Nennungen, so viel wie in den letzten 20 Jahren nicht, entfallen hierauf. 32 Prozent der Befragten gaben an, dass Deutschland zu viele Flüchtlinge aufnehme. Für 43 Prozent stimmte das Maß. 18 Prozent sagten, es würden zu wenige Flüchtlinge aufgenommen.

Auf große Zustimmung stieß die Forderung der Länder und Gemeinden nach einer stärkeren finanziellen Unterstützung durch den Bund bei der Unterbringung von Flüchtlingen. 81 Prozent befürworteten eine größere Beteiligung des Bundes, 14 Prozent lehnten das ab. Für das "Politbarometer" befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 14. bis zum 16. April 1224 zufällig ausgewählte Bundesbürger.

(xity, AFP)


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