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Zur Eröffnung der Familienbildungsstätte

Bocholt präsentiert historisches Foto des Monats

Vor 50 Jahren, am 13. Februar 1970, wurde das neu erbaute Haus der Familienbildungsstätte am Ostwall in einer Feierstunde seiner Bestimmung übergeben.

Bocholt - Gleichzeitig mit der Eröffnung des Domizils erhielt die in kirchlicher Trägerschaft stehende Einrichtung diese Bezeichnung. Zuvor war Familienbildungsstätte unter dem Namen „Dekanatsmütterschule“ bekannt und in einem Gebäude an der Münsterstraße untergebracht gewesen.
Die Dekanatsmütterschule hatte dort am 11. Oktober 1961 ihre Arbeit aufgenommen. Propst Clemens Dülmer umschrieb deren Aufgaben seinerzeit wie folgt: „Sie will die jungen Mütter und auch die jungen Mädchen, die an eine Familiengründung denken, schulen, d. h. lehrend und weg­weisend ihnen helfen, ihre Aufgabe als Frau und Mutter, nicht zuletzt auch als christlich katholische Frau voll und ganz zu erfüllen.“ Es wurden Kurse angeboten, die den Teilnehmerinnen einerseits Fragen der Religion und Erziehung und andererseits praktische Aufgaben der Haushaltung nahebrachten.

Die bisherigen Räumlichkeiten reichten jedoch bald nicht mehr aus. Daher legte man am 31. Januar 1969 den Grundstein für einen Neubau auf einem Grundstück der Pfarrgemeinde Liebfrauen am Ostwall. Innerhalb eines Jahres war die nunmehrige Familienbildungsstätte nach den Planungen der Architektengemeinschaft Kevenhörster/Ruland fertiggestellt und wurde in einer Feierstunde von Pfarrer Josef van Gemmeren eingeweiht. An den Baukosten in Höhe von 690.000 DM beteiligten sich neben dem Bischöflichen Generalvikariat auch die Stadt Bocholt, der Kreis Borken, das Land Nordrhein-Westfalen und die Pfarrgemeinden des Dekanates.

Durch die Umbenennung erweiterte sich die Aufgabenstellung der Einrichtung, die der Kontaktförderung innerhalb der Familien und der Gesellschaft im Ganzen dient und künftig zur theoretischen und praktischen Wissensvermittlung in Lebens- und Erziehungsfragen beiträgt. Das Foto zeigt das neue Haus der Familienbildungsstätte vom Ostwall aus gesehen. Es umfasst eine Nutzfläche von 850 Quadratmetern und wurde seinerzeit mit Werks-, Handarbeits- und Wirtschaftsräumen, mit Kinderspielzimmern, einem Vortrags- und Gymnastiksaal, mit Wasch- und Umkleideräumen und einer Bibliothek ausgestattet. Am 15. Februar 1970 stellte das Dekanat die neue Familienbildungsstätte an einem Tag der offenen Tür der breiten Öffentlichkeit vor.


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