Zukunftschancen in der Altenpflege

Demographischer Wandel eröffnet Perspektiven

Der Demographische Wandel eröffnet viele Perspektiven in der Altenpflege mit guten Aufstiegsmöglichkeiten.

Düsseldorf - "Der demographische Wandel verändert nicht nur nachhaltig unsere Gesellschaft, sondern eröffnet auch sehr viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt", sagte Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf, bei der heutigen Pressekonferenz in der Graf Recke Stiftung. "Bis zum Jahr 2030 werden in Düsseldorf wie in ganz Nordrhein-Westfalen fast 30 Prozent der Menschen älter als 65 Jahre sein. Damit müssen künftig auch mehr Männer und Frauen versorgt und gepflegt werden." Hinzu kommt eine weitere Herausforderung: "In den kommenden Jahren werden mehr als ein Drittel der Beschäftigten in der Altenpflege in Rente gehen. Dadurch wird sich der Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich weiter verstärken." Um diesem personellen Engpass wirkungsvoll zu begegnen, müssen mehr Frauen und Männer für eine Berufstätigkeit in dieser Branche gewonnen werden. Die Angebotspalette ist breit: der Einstieg geht über eine Ausbildung, ein Studium oder eine Weiterbildung - sowohl für Berufseinsteiger als auch für Bewerber, die eine neue Perspektive als Fachkraft suchen, beispielsweise nach einer Familienphase oder nach einer Phase der beruflichen Neuorientierung.

"Wir haben heute schon einen gravierenden Mangel an examinierten Altenpflegerinnen und Altenpflegern. Der Bedarf ist groß: Bei der Arbeitsagentur sind aktuell insgesamt rund 80 offene Stellen für Altenpfleger/-innen, Altenpflegehelfer/-innen und Helfer/-innen in der Altenpflege gemeldet. Die Betreuung älterer Menschen ist eine besondere gesellschaftliche Aufgabe", so Schüßler.

Schüßler selbst konnte erste Eindrücke und Erfahrungen in diesem Berufsfeld sammeln, als er am Freitagvormittag in einem Wohnbereich der Graf Recke Stiftung hospitierte. In der bundesweiten "Woche der Ausbildung" vom 16. bis zum 20. März hatten die Geschäftsführung und Führungskräfte der Agentur für Arbeit bei verschiedenen Düsseldorfer Alten- und Pflegeeinrichtungen hospitiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagentur wollten durch eigenes Erleben noch mehr über die Vielseitigkeit und Anforderungen der Berufe in der Pflege aber auch über die Chancen und Möglichkeiten in diesen Berufen erfahren und die Erkenntnisse für die Beratung der jungen und erwachsenen Kundinnen und Kunden nutzen. "Wir empfehlen den jungen Berufswählern, die noch unsicher bei ihrer Berufswahl sind, ihre Interessen und Stärken über ein Praktikum herauszufinden. Jetzt bin ich mal selbst in die Rolle geschlüpft", so Schüßler.

Pflegeberufe bieten sehr gute Aussichten für einen Berufseinstieg. Die Altenpflege gehört zu den Branchen, die stetig wachsen und weit reichende Entwicklungsperspektiven und eine sehr hohe Arbeitsplatzsicherheit in einem tariflich geregelten Umfeld bieten. Ausgebildete Pflegekräfte können aus einer Vielzahl unterschiedlicher Beschäftigungsmöglichkeiten wählen, die von stationären Einrichtungen bis zu ambulanten Diensten reichen. Das Berufsbild ermöglicht immer häufiger familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.

Das Jobcenter Düsseldorf und die Agentur für Arbeit Düsseldorf fördern Umschulungen und Weiterbildungen in Pflegeberufen: Bei der Ausbildung zum/zur Altenpfleger/in (Dauer zwei bis fünf Jahre in Vollzeit bzw. Teilzeit) sollte mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss vorhanden sein. Aktuell nehmen rund 70 Altenpflegehelferinnen und -helfer an einer Weiterbildung zu examinierten Altenpflegern und Altenpflegerinnen teil. Für dieses Jahr sind weitere 50 Plätze vorgesehen.