26.05.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Zuhause bleiben und Autos in Sicherheit bringen

Zuhause bleiben und Autos in Sicherheit bringen

Wie sich die Gefahr von Sturmschäden senken lässt

In Norddeutschland herrschte am Freitag starker Sturm, der am Wochenende weiter anhalten soll. Dann soll auch Süddeutschland von Stürmen betroffen sein.

Berlin - Gleich mehrere starke Orkantiefs ziehen derzeit über Deutschland hinweg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für das Wochenende extreme Windgeschwindigkeiten voraus, dazu teilweise starken Regen. Behörden und Experten raten angesichts der Wetterlage zu Vorsicht und zu umsichtigem Verhalten:

Häusern und Autos gegen Schäden sichern

Polizei und Feuerwehr riefen dazu auf, das eigene Auto vorausschauend und sicher abzustellen. Fahrzeuge sollten etwa in Garagen geparkt oder zumindest nicht in der Nähe von Baustellen, älteren Gebäuden sowie Bäumen platziert werden. Von diesen löse der Wind besonders oft Teile. An Häusern sollten die Bewohner bekannte Schwachstellen wie lose Ziegel sowie Gartenmöbel, Mülltonnen und andere Dinge sichern, damit diese nicht umhergewirbelt würden.

Auf unnötige Fahrten und Fußwege verzichten

Während des Sturms sollten Betroffene möglichst im Haus bleiben, um die Gefahr von etwaigen Verletzungen durch umherfliegende Gegenstände zu vermeiden. Die Polizei in Schleswig-Holstein riet dazu, Abstand insbesondere zu Baugerüsten, Werbetafeln und Hochspannungsleitungen zu halten. Sturmschäden wie beschädigte Dächer sollten besser erst nach einem Unwetter begutachtet werden.

Bei Autofahrten richtig verhalten

Auch der Automobilclub ADAC warnte vor nicht unbedingt nötigen Autofahrten. Wer unterwegs sein müsse, solle sich vorsichtshalber auf Verkehrsbehinderungen und Staus aufgrund von Sturmschäden und Unfällen einstellen und entsprechend vorsorgen. Dazu gehöre es, vollzutanken und einen Vorrat an Getränken und Snacks im Auto zu haben.

Während der Fahrt im Sturm sollten Fahrer zumindest ihre Fahrweise anpassen. Dazu gehört, die Geschwindigkeit zu drosseln, um etwaigen Hindernissen ausweichen zu können. Besondere hoch ist das Risiko starker Böen auf Brücken, Bergkuppen oder an Waldschneisen. Auch Autobahnen sind generell gefährdeter. Autos mit Anhänger und Motorräder sind besonders windanfällig. Aber selbst Lastwagen und Bussen können durch Sturm plötzlich seitlich versetzt werden. Das macht Überholmanöver unter Umständen riskant.

Vor allem Waldgebiete und Alleen meiden

In bewaldeten Gebieten ist die Gefahr von Sturmschäden besonders groß. Eindringlich warnen die Behörden davor, diese zu betreten oder zu befahren. Auch nach Ende des Sturms sei das Risiko hoch, mahnte der schleswig-holsteinische Feuerwehrverband. Instabile Bäume und losgerissene Äste stellten auch nach Stunden immer noch eine Bedrohung dar.

Notrufnummern nicht unnötig blockieren

Angesichts der Erfahrungen bei vergangenen Stürmen bat die Polizei in Schleswig-Holstein die Menschen, den Notruf nur bei akuten Gefahrenlagen zu wählen, um die Feuerwehr nicht unnötig zu blockieren. Retter sollten nur gerufen werden, wenn Bäume etwa auf Häuser oder Straßen zu stürzen drohten. Für das Beiseiteräumen kleinerer Äste sowie Reinigungsarbeiten seien die Einsatzkräfte nicht zuständig, mahnten die Beamten.

(xity, AFP)


Copyright 2019 © Xity Online GmbH