19.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Zoo Krefeld trauert um Sumatra

Zoo Krefeld trauert um Sumatra

Tigerkatze wegen Krebserkrankung eingeschläfert

Im Krefelder Zoo musste die vierzehnjährige Sumatra-Tigerin Sutera eingeschläfert werden. Sie war an einem Lebertumor erkrankt, der seine Metastasen bereits im gesamten Bauchraum gestreut hatte.

Krefld- Die Erkrankung zeigte sich erst zehn Tage zuvor, als die Tierpfleger einen stark angeschwollenen Bauch feststellten. Als die Katze am nächsten Tag kein Futter aufnahm, untersuchte Zooveterinärin Stefanie Markowski mit Unterstützung der Tierärztin Lieselotte Schulte die Großkatze. In der Narkose konnten eine Ultraschall-Untersuchung gemacht und eine Probe des Bauchwassers genommen werden.

Schnell war klar, dass es sich um ein Tumorgeschehen handelte. Zunächst entschieden sich die Verantwortlichen, eine medikamentöse Behandlung der Symptome durchzuführen und abzuwarten, wie sich der Gesundheitszustand der Katze entwickelte. In den ersten Tagen schien es, dass die Behandlung anschlagen würde. Als Sutera aber erneut aufhörte, Nahrung zu sich zu nehmen, entschied man sich dazu, sie zu erlösen. Sutera war im Jahr 2000 im Zoo Dortmund zur Welt gekommen. Sie lebte seit 2001 mit ihrem gleichaltrigen Partner Beludru im Krefelder Zoo. Sie zog im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms bei drei Würfen insgesamt sieben Jungtiere groß. Der letzte Nachwuchs zog erst im November 2013 in zwei englische Zoos um.

Nun lebt nur noch Beludru im Krefelder Zoo. Da auch er gesundheitlich seit längerem angeschlagen ist, wird höchstwahrscheinlich keine junge Katze mehr zu ihm gesellt. In der freien Wildbahn sind Tiger Einzelgänger, so dass er nicht auf die Gesellschaft eines Weibchens angewiesen ist.


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