Zimmerbrand in Obdachlosenunterkunft in Lierenfeld

Feuerwehr Düsseldorf rettet mehrere Personen

Die Feuerwehr Düsseldorf löschte am Freitag, 26. November 2021, einen Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss einer Obdachlosenunterkunft in Lierenfeld.

Düsseldorf - Um kurz vor Drei alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf die Feuerwachen Behrenstraße, Hüttenstraße, Posenerstraße sowie die Einheit der Freiwilligen Feuerwehr - Löschgruppe Umweltschutz - zu einer Rauchentwicklung aus einer Obdachlosenunterkunft auf der Posener Str. Laut Anrufer brenne es im 2. Stock, die Fluchtwege seien versperrt und Menschen können Ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Noch auf der Anfahrt der ersten Feuerwache meldete der bereits eingetroffene Rettungswagen der Rettungswache Vennhauser Allee ein bestätigtes Feuer und mehrere Personen am Fenster in der Brandetage.

Bei Eintreffen der Kräfte riefen im Obergeschoss vier Personen am Fenster und Hilfe und die Bewohnerin der Brandwohnung konnte sich auf der Straße bemerkbar machen. Durch Löschversuche hatte die Bewohnerin größere Mengen giftigen Rauchgases eingeatmet, konnte jedoch sofort dem Rettungsdienst übergeben werden. Im Verlauf des Einsatzes transportierte der Rettungsdienst mit dem Notarzt die Patientin in eine Klinik zur weiteren Behandlung der Rauchgasinhalation. Auf der Rückseite des Gebäudes quoll dichter schwarzer Brandrauch aus dem geöffneten Fenster der Wohnung, der auch bereits in Teilen im Treppenraum der oberen Stockwerke des Gebäudes zu sehen war.

Der ersteintreffende Zugführer entschied sich sofort für die Menschenrettung der Personen am Fenster im 2. Obergeschoss sowie die Suche nach weiteren verletzten Personen im Inneren des Gebäudes. Die sofort in Stellung gebrachte Drehleiter der Feuerwache Flingern rettete die Personen am Fenster über den Drehleiterkorb und konnte sie an den Rettungsdienst übergeben. Zeitgleich zur Menschenrettung wurde ein Atemschutztrupp für die Brandbekämpfung eingesetzt werden, durch den Einsatz eines Rauchvorhangs in der Wohnungstür und einen Hochleistungslüfter vor der Türe konnte kein weiterer giftiger Rauch in den Treppenraum eindringen. Mehrere Einsatzkräfte aller eingesetzten Einheiten konnten zügig 20 weitere Personen aus dem Gebäude evakuieren und in einem Bus der Rheinbahn betreuen und untersuchen, es musste keine weitere Person in eine Klinik transportiert werden.

Im Anschluss an die Menschenrettung und Brandbekämpfung wurden alle Wohnungen der Brandetage und der darüber liegenden Etage kontrolliert und alle Bereiche mit Lüftern belüftet um den giftigen Rauch zu entfernen. Die Einsatzstelle wurde zur weiteren Brandursachenermittlung an die Polizei übergeben. Die Wohnung im 2. Geschoss ist nicht mehr bewohnbar, der Rest des Hauses konnte nach dem Einsatz wieder bezogen werden. Die Brandursache ist unklar.