Ziemiak fordert Belebung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt

CDU-Generalsekretär warnt vor Steuerplänen von SPD und Günen

CDU-Generalsekretär Ziemiak fordert eine Belebung des Ausbildungsmarkts.

Angesichts des Rückgangs bei der Zahl neuer Ausbildungsverträge hat CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak Maßnahmen zur Belebung von Wirtschaft und Ausbildungsmarkt gefordert. "Damit wir weiter wirtschaftlich an Fahrt aufnehmen, brauchen wir stabile Lohnzusatzkosten, wettbewerbsfähige Unternehmenssteuern, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Abbau von Bürokratie", sagte Ziemiak am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Wichtig sei, "dass wir Handwerk und Mittelstand jetzt insgesamt entlasten statt mit höheren und neuen Steuern belasten".

In diesem Zusammenhang kritisierte der Generalsekretär die Steuerpläne von SPD und Grünen: "Das Letzte, was die Unternehmen angesichts der Schwierigkeiten auf dem Ausbildungsmarkt jetzt brauchen, sind noch mehr Steuern, Abgaben und Bürokratie wie sie SPD und Grüne für Unternehmen wollen." Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der Ausbildungskrise warne er vor geplanten Steuerbelastungen: Diese wären "ein Hemmnis für neues Wachstum".

Fachkräftemangel und fehlende Bewerber für Ausbildungsplätze seien "für Mittelstand und Handwerk eine gewaltige Herausforderung und eine Gefahr für Wachstum und wirtschaftliche Dynamik", sagte Ziemiak zu AFP. Zugleich warb er für eine "viel stärkere gesellschaftliche Wertschätzung von beruflicher Bildung". Meister und Master seien "gleichwertig, das müssen wir noch viel stärker zum Ausdruck bringen, wenn wir junge Menschen für einen Job als Facharbeiter oder Handwerker begeistern wollen", sagte er.

Das Statistische Bundesamt hatte zuvor mitgeteilt, dass die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung im Corona-Jahr 2020 auf einen historischen Tiefstand gefallen sei. Insgesamt begannen 465.700 Menschen eine Ausbildung, das sind 9,3 Prozent weniger als im Jahr 2019. Besonders betroffen waren Berufe, die auch stark von der Pandemie betroffen waren.

© 2021 AFP