Zeugin im Stuttgarter NSU-Ausschuss tot aufgefunden

Ermittlungen eingeleitet und Obduktion angeordnet

Eine junge Frau, die im NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag von Baden-Württemberg als Zeugin ausgesagt hat, ist tot.

Karlsruhe - Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Karlsruhe mitteilten, wurde die 20-Jährige am Samstagabend in ihrer Wohnung von ihrem Lebensgefährten gefunden. Demnach hatte sie einen Krampfanfall, Wiederbelebungsmaßnahmen konnten das Leben der Frau aber nicht retten.

Die Todesursache sei noch unklar, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Daher seien gemeinsame Ermittlungen eingeleitet sowie eine Obduktion angeordnet worden. Diese sollte noch am Sonntagabend an der Universität Heidelberg vorgenommen werden. Die 20-Jährige lebte den Angaben zufolge im Landkreis Karlsruhe.

Wegen der Ermittlungen zu den Morden, die dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zur Last gelegt werden, waren im Bundestag sowie in mehreren Landtagen Untersuchungsausschüsse eingeleitet worden. Die Terrorgruppe soll neun Migranten sowie in Heilbronn die Polizistin Michèle Kiesewetter getötet haben.

(xity, AFP)