Zeitung: Neue Probleme beim A400M-Transportflugzeug

Fehler führte in Großbritannien zu Ausschalten des Triebwerks während Flugs

Der A400M soll die in die Jahre gekommenen Transall-Maschinen der Bundeswehr ersetzen.

Berlin - Beim Transportflugzeug A400M sind einem Zeitungsbericht zufolge Probleme an den Triebwerken festgestellt worden. Zu den Mängeln am Propeller-Getriebe gehörten unter anderem Materialverschleiß sowie mangelnde Hitzebeständigkeit, berichtete die "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe). Einzelne Bestandteile wie beispielsweise die Zahnräder des Propellergetriebes enthielten zudem Materialfehler. Dieser Mangel habe dazu geführt, dass sich bei einer britischen A400M-Maschine während eines Flugs ein Triebwerk ausgeschaltet habe.

Bei den drei deutschen Maschinen sei dies noch nicht passiert, berichtete das Blatt weiter. Plangemäß sollte die Bundeswehr demnach in diesem Jahr neun neue A400M-Maschinen erhalten. Doch es liegt "seitens des Herstellers noch keine aktuelle Lieferplanung 2016" vor, erklärte das Verteidigungsministerium laut "Bild"-Zeitung auf Anfrage. Sie sei Gegenstand "laufender Verhandlungen".

Der A400M soll die in die Jahre gekommenen Transall-Maschinen der Bundeswehr ersetzen. Das neue Transportflugzeug war 2003 von den Nato-Staaten Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und der Türkei gemeinsam in Auftrag gegeben worden. Wegen technischer Probleme und unterschiedlicher Wünsche der Länder verzögerte sich die eigentlich für 2011 geplante Auslieferung des Flugzeugs jedoch erheblich.

(xity, AFP)