Zehn Jahre Haft in 15 Jahre altem Fall von Kindesentführung und - missbrauch

37-Jähriger in Ulm wegen Vergewaltigung und Freiheitsberaubung verurteilt

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg urteilt am Mittwoch (9.30 Uhr) zu einer Schadenersatzklage wegen einer unsanften Flugzeuglandung. Die Klägerin hatte dabei nach eigenen Angaben einen Bandscheibenvorfall erlitten.

Wegen der Entführung und des Missbrauchs zweier Jungen vor 15 Jahren hat das Landgericht Ulm einen 37-Jährigen zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Gericht befand den Mann am Dienstag für schuldig, im November 2006 während seiner Bundeswehrzeit einen 13-Jährigen in seinem Auto entführt und zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Danach ließ er sein Opfer auf einem Parkplatz frei. Eine ähnliche Tat soll er im Dezember 2007 an einem 12-Jährigen im Raum Heidenheim verübt haben.

Das Gericht verurteilte den zur Tatzeit 22-jährigen Mann wegen besonders schwerer Vergewaltigung und schweren sexuellen Kindesmissbrauchs, Freiheitsberaubung und vorsätzlicher Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft hatte im Prozess zwölf Jahre gefordert, die Verteidigung acht Jahre.

Der Täter aus dem Kreis Göppingen war den Ermittlern ins Netz gegangen, weil er über das Internet Kinderpornografie verbreitete. Als die Beamten auf seinem Computer Hinweise auf die Taten fanden, legte er ein Geständnis ab und kam im Oktober 2020 in Untersuchungshaft.

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