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Zahl von Abschiebungen ist zuletzt deutlich gestiegen

Plus von 42 Prozent in erstem Halbjahr 2015

Der "Welt am Sonntag" zufolge sind im ersten Halbjahr weitaus mehr Asylsuchende abgeschoben worden als im Vorjahreszeitraum.

Berlin - Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland ist einem Bericht zufolge zuletzt stark gestiegen. Im ersten Halbjahr 2015 seien 8178 abgelehnte Asylbewerber abgeschoben worden, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei dies ein Anstieg um 42 Prozent. Freiwillig kehrten demnach bis Ende Juni mehr als 12.600 Menschen in ihre Herkunftsländer zurück. Davon stammten 85 Prozent aus den Staaten des westlichen Balkans.

Vor kurzem waren Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien per Asylgesetz zu sicheren Herkunftsländern erklärt worden. Dies wird angesichts der weiter steigenden Asylbewerberzahlen aus der Region seit längerem auch für Albanien, das Kosovo und Montenegro gefordert. Antragsteller aus diesen Staaten erhalten nach Angaben der Bundesregierung praktisch niemals Asyl.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Roger Lewentz (SPD), sagte nun der "Welt am Sonntag": "Wenn ein Asylantrag abgelehnt ist, dann müssen wir dafür sorgen, dass die Menschen in ihre Heimat zurückkehren." Oftmals geschehe dies freiwillig. Ansonsten müssten die Behörden "auch mit Druck auf eine Ausreise hinwirken", sagte der rheinland-pfälzische Innenminister.

(xity, AFP)


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