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Zahl neuer Auszubildender in Altenpflege auf Rekordhoch

Regierung zufrieden - Gewerkschaft sieht Mängel

In der Altenpflege hat es im Schuljahr 2013/14 so viele neue Auszubildende gegeben wie nie zuvor.

Berlin - Das geht aus dem von der Bundesregierung vorgelegten Zwischenbericht zur "Ausbildungs- und Qualitätsoffensive Altenpflege" hervor. Wie das Bundesfamilienministerium in Berlin mitteilte, begannen 2013/14 mehr als 26.700 Menschen eine Ausbildung in diesem Bereich. Damit sei die angestrebte Steigerungsrate klar übertroffen worden.

Bundesregierung, Bundesländer, die Gewerkschaft Verdi, Wohlfahrtsverbände, Kranken- und Pflegekassen und viele weitere Institutionen hatten die Offensive im Dezember 2012 gestartet, um mehr Menschen für die Arbeit in der Altenpflege zu gewinnen und die Qualität in den Pflegeeinrichtungen zu verbessern. Ein Ziel ist die Steigerung der Ausbildungszahlen. Auch sollen Umschulungen besser gefördert und das Berufsfeld attraktiver gemacht werden.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) äußerte sich zufrieden. Der Zwischenbericht zeige, dass die im Rahmen der Offensive ergriffenen Maßnahmen "Wirkung zeigen", erklärte sie in Berlin.

Die Gewerkschaft Verdi bezeichnete die bisherigen Schritte als unzureichend. Der Altenpflegeberuf lasse sich nur durch einen bundesweit verbindlichen Schlüssel für die Personalausstattung sowie "deutlich" höhere Einkommen ernsthaft attraktiver gestalten, erklärte Bundesvorstand Sylvia Bühler.

Nach Auffassung von Verdi sollten Pflegefachkräfte im Monat mindestens 3000 Euro verdienen. Ihre Arbeit sei verantwortungsvoll, gesellschaftlich wichtig sowie körperlich und seelisch anstrengend, erklärte die Gewerkschaft. Als "völlig inakzeptabel" bezeichnete sie den Umstand, dass Altenpflege-Auszubildende in einigen Bundesländern weiterhin Schulgeld zahlten. Nach Angaben der Regierung haben mittlerweile neun Länder das Schulgeld abgeschafft, in drei weiteren gibt es demnach ausreichend kostenfreie Schulplätze.

(xity, AFP)


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