Zahl der Suizide in NRW auf Vorjahresniveau

Suizidrate steigt mit dem Alter tendenziell an

In Nordrhein-Westfalen schieden im Jahr 2013 insgesamt 1.727 Menschen freiwillig aus dem Leben (451 Frauen, 1.276 Männer).

Düsseldorf - Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das zwar zwei Fälle mehr als im Jahr 2012, aber 3,1 Prozent weniger als 2011 und sogar 4,9 Prozent weniger als 2010. Die niedrigste Zahl von Selbsttötungen in den letzten 20 Jahren haben die Statistiker mit 1.430 für das Jahr 2007 ermittelt. Die Höchstzahl datiert aus dem Jahr 1995 mit 2.107 Fällen. Die Suizidrate – das ist der Anteil der Selbstmörder an der Bevölkerung – lag in NRW im Jahr 2013 bei zehn Suizidopfern je 100.000 Einwohner. Die Suizidrate steigt mit dem Alter tendenziell an; Personen im Alter von 55 bis 74 Jahren wiesen 2013 jedoch eine niedrigere Suizidrate auf als die 45- bis 54-Jährigen.
Die meisten Selbsttötungen wurden 2013 – wie auch in den vergangenen Jahren – durch Erhängen, Strangulieren oder Ersticken ausgeführt (41,0 Prozent). An zweiter Stelle lagen Selbsttötungen durch Vergiftung mit Medikamenten oder anderen Drogen einschl. Alkohol (12,7 Prozent). Dritthäufigste suizidale Ursache waren Stürze in die Tiefe (8,7 Prozent), gefolgt von Selbsttötungen durch sich bewegende Objekte (7,6 Prozent) wie z. B. Züge.

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