Zahl der Passagiere an deutschen Flughäfen legt zu

Plus von vier Prozent - Auslandsverkehr treibt Wachstum

Im vergangenen Jahr sind vier Prozent mehr Passagiere an deutschen Flughäfen gestartet oder gelandet als im Jahr zuvor.

Berlin - Insgesamt wurden 193,9 Millionen Fluggäste gezählt, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Für den Anstieg sorgten demnach vor allem Reisende ins und aus dem Ausland. Ihre Zahl stieg um 4,4 Prozent auf 170,8 Millionen.

Im Flugverkehr innerhalb Europas verzeichneten die Statistiker bei der Türkei einen besonders starken Anstieg. Hier gab es 7,8 Prozent mehr Fluggäste als 2014. Auch für Großbritannien (plus 6,3 Prozent) und Italien (plus 6,2 Prozent) stiegen die Zahlen überdurchschnittlich.

Während die Passagierzahlen auf innereuropäischen Flügen um insgesamt 4,5 Prozent zulegten, stiegen sie im Interkontinentalverkehr um 3,7 Prozent. Zweistellige Wachstumsraten registrierten die Statistiker beim Flugverkehr mit Japan (plus 11,2 Prozent), den Vereinigten Arabischen Emiraten (plus 11,1 Prozent) und Israel (plus 10,3 Prozent).

Der inländische Flugverkehr wuchs hingegen weniger stark. Die Passagierzahl legte hier den Angaben zufolge um 1,5 Prozent auf 23,1 Millionen zu.

Deutlich schlug sich in den Zahlen der Anschlag auf Urlauber in Tunesien im Sommer 2015 nieder. Die Zahl der Fluggäste von und nach Tunesien brach aufs gesamte Jahr gesehen laut Statistischem Bundesamt um 35,4 Prozent ein. Im Juni hatte ein Angreifer vor einem Strandhotel des Küstenorts Port El Kantaoui bei Sousse 38 ausländische Touristen getötet, darunter zwei Deutsche. Zu dem Angriff bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

(xity, AFP)