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Zahl der Bafög-Empfänger um 20.000 gesunken

Veraltete Elternfreibeträge sind mit ein Grund

Die Zahl der Bafög-Empfänger ist 2013 um 20.000 Schüler und Studenten gesunken.

Berlin - Ein Grund für diesen Rückgang um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr seien veraltete Elternfreibeträge, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gefördert wurden 2013 demnach 293.000 Schüler und 666.000 Studierende. Während die Zahl der geförderten Studierenden nur moderat um 0,8 Prozent zurückging, wurden mit einem Minus von fünf Prozent deutlich weniger Schüler gefördert.

Der Anspruch auf Bafög und die Höhe der Leistungen hängt unter anderem vom Einkommen der Eltern und von einem davon abzuziehenden Freibetrag ab. Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurden die Elternfreibeträge zuletzt 2007 angepasst. Wegen der seitdem steigenden Familieneinkommen steige mittlerweile die Zahl der Schüler und Studenten, die keinen Anspruch mehr auf Bafög haben oder von der Voll- in die Teilförderung rutschten. Die nächste Erhöhung der Elternfreibeträge ist demnach für 2016 angekündigt.

Den Angaben zufolge bekamen 46 Prozent der Bafög-Empfänger 2013 eine Vollförderung. Die Zahl der Vollgeförderten sank damit um 2,6 Prozent, die der Teilgeförderten um 1,7 Prozent.

Bund und Länder sparten wegen dieser Entwicklung im vergangenen Jahr 37 Millionen Euro und gaben mit rund 3,24 Milliarden Euro etwa 1,1 Prozent weniger für die Förderung aus als im Vorjahr. Der größte Rückgang mit 22 Millionen Euro fiel dabei auf die Schülerförderung. Im Durchschnitt erhielten Schüler 410 Euro im Monat und Studierende 446 Euro.

(xity, AFP)


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