24.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Zahl der Asylanträge im März weiter gestiegen

Zahl der Asylanträge im März weiter gestiegen

Die meisten Antragsteller kommen aus dem Kosovo

Die Zahl der Asylanträge hat sich im März im Vergleich zum Vorjahresmonat fast verdreifacht.

Berlin - Insgesamt seien 32.054 Anträge auf Asyl gestellt worden, teilte das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin mit. Im März 2014 hatte die Zahl bei knapp 11.300 gelegen. Mehr als 60 Prozent der Antragsteller stammten aus den Balkanstaaten, das mit Abstand häufigste Herkunftsland war das Kosovo. Insgesamt beantragten im ersten Quartal dieses Jahres 85.394 Menschen Asyl in Deutschland.

Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zählte im März allein 11.729 Asylanträge von Kosovo-Bürgern. Im Januar hatte die Zahl noch bei 3630 gelegen. Deutschland bemüht sich derzeit intensiv darum, Kosovaren durch gezielte Aufklärung von der Ausreise nach Deutschland abzuhalten. Ihre Asylanträge, die in der Regel abgelehnt werden, sollen beschleunigt binnen zwei Wochen bearbeitet werden.

In den vergangenen Wochen hatten die deutschen Behörden deutlich weniger Ankünfte von Flüchtlingen aus dem Kosovo registriert als noch zu Jahresbeginn. Dass die Zahl der Asylanträge im März dennoch stieg, liegt daran, dass zwischen der Einreise und der Antragsstellung in der Regel einige Zeit vergeht.

Auf der Liste der wichtigsten Herkunftsländer folgten im März hinter dem Kosovo das Bürgerkriegsland Syrien (4620 Anträge), Albanien (3020 Anträge), Serbien (2833 Anträge), der Irak (1192 Anträge) und Mazedonien (1186 Anträge).

Das zuständige Bundesamt fällte im März Entscheidungen über 22.754 Anträge (Vorjahresmonat: 11.199 Anträge). Von den Antragsstellern wurden 6277 - oder 27,6 Prozent - als Flüchtlinge anerkannt. Im ersten Quartal summierte sich die Zahl der anerkannten Antragssteller auf 20.523. Die Anerkennungsquote lag bei 35,3 Prozent.

(xity, AFP)


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