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Zahl der angemeldeten Waffen steigt offenbar kaum

Neues Zentralregister weist Zahl von 5,65 Millionen aus

Die Zahl der registrierten Waffen in Privatbesitz in Deutschland steigt offenbar kaum an.

Berlin - Im Juni diesen Jahres waren im Nationalen Waffenregister (NWR) rund 5,65 Millionen Schusswaffen oder Teile von solchen registriert, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervorgeht. Bei der Einrichtung des zentralen Waffenregisters Anfang 2013 war die Zahl mit knapp 5,5 Millionen Waffen angegeben worden.

Das beim Bundesverwaltungsamt angesiedelte NWR war als Reaktion auf die Amokläufe der Vergangenheit eingerichtet worden. Zuvor waren die Daten über Waffen und ihre Halter in rund 550 lokalen Waffenbehörden verwaltet worden, die untereinander nicht vernetzt waren. Das neue Zentralregister ermöglicht es der Polizei und anderen Sicherheitsbehörden, schnell zu klären, welche erlaubnispflichtigen Waffen einer Person zuzuordnen sind.

In dem zentralen Register sind den Regierungsangaben zufolge rund 2,28 Millionen waffenrechtliche Erlaubnisse gespeichert. Die Zahl ist aber ebenso wie die der registrierten Schusswaffen noch nicht endgültig, weil die Bereinigung der Daten noch andauert. Sie soll bis 2017 abgeschlossen werden.

Den Regierungsangaben zufolge waren bei fünf von sieben Amokläufen zwischen 2002 und 2013 die verwendeten Waffen amtlich registriert, in vier Fällen waren die Waffen im legalen Besitz der Tatverdächtigen.

Die Grünen kritisierten, dass die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme deutlich machte, sie sehe keinen Bedarf für Nachbesserungen am Waffenrecht. "Das Problem ist die Verfügbarkeit von schussfähigen Waffen im privaten Umfeld", sagte Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die zunächst über die Anfrage berichtet hatten.

Bislang ist geregelt, dass Waffen und Munition zu Hause in sicheren Behältnissen wie Waffenschränken aufbewahrt werden dürfen. "Die Munition muss mit klar geregelten Zugangsbestimmungen an einem anderen Ort gelagert werden", sagte Mihalic. Die öffentliche Sicherheit müsse absoluten Vorrang haben.

(xity, AFP)


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