14.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> WWF warnt vor Klimawandel-Folgen für einheimische Arten

WWF warnt vor Klimawandel-Folgen für einheimische Arten

Umweltschützer: "Sargnagel" für bedrohte Tiere

Der WWF Deutschland warnt vor den Folgen des globalen Klimawandels für die heimischen Tiere und Pflanzen.

Berlin - "Der Klimawandel hat einen Katalysator-Effekt: Bei schlechten Ausgangsbedingungen droht er für immer mehr bedrohte Arten zum Sargnagel zu werden", erklärte WWF-Vorstand Eberhard Brandes in Berlin unter Berufung auf den am Montag vorgestellten neuesten Sachstandbericht des Weltklimarats IPCC.

Die vom Klimawandel ausgehenden Gefahren für bedrohte Arten seien ein "zentrales Fazit" des Berichts, betonte die Umweltschutzorganisation. Beispiele für Tiere aus Deutschland, die durch die Verschiebung von Klimazonen in Richtung Norden gefährdet sind, seien der Auerhahn, die Gelbbauchunke und der sogenannte Trauerschnäpper.

Viele heimische Arten versuchen demnach, bei steigenden Temperaturen in neue Lebensräume auszuwandern, während zugleich wärmeliebendere Tiere und Pflanzen aus dem Süden nachdrängen. Doch diese Lebensraumverschiebung habe Grenzen, warnte der WWF. Sie ende in einer "Sackgasse", wenn die Polargebiete, Berggipfel oder menschliche Siedlungen erreicht seien, erklärte Brandes.

Die Brutgebiete vieler europäischer Vogelarten würden sich bis zum Ende des Jahrhunderts im Durchschnitt um 550 Kilometer nach Nordosten verschieben, erklärte der WWF unter Berufung auf den neuen IPCC-Bericht. Aber auch Reptilien, Amphibien, Insekten und Bäume seien betroffen. So drohe der weit verbreiteten Waldkiefer, deren Holz in der Möbel-, Bau- und Papierindustrie genutzt werde, in der Zukunft ein starker Rückgang.

(xity, AFP)


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