Wuppertaler SV gewinnt den Niederrheinpokal

2:1-Erfolg gegen Ligakonkurrent SV Straelen

Der Wuppertaler SV hat den Niederrheinpokal 2021 des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) gewonnen.

Duisburg - Im Endspiel in Duisburg am „Finaltag der Amateure bezwang der Regionalligist den Ligakonkurrenten SV Straelen 2:1 (1:0). Dank des ersten Erfolgs im Niederrheinpokal seit 2007 sicherte sich Wuppertal gleichzeitig einen Startplatz in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2021/2022.

Die Tore für die Mannschaft von WSV-Trainer Björn Mehnert in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena erzielten Semir Saric (38.) und Kevin Hagemann (48.). Für Straelen war Cagatay Kader (66.) erfolgreich. Während Wuppertal den Niederrheinpokal zum insgesamt siebten Mal für sich entscheiden konnte, verpasste Straelen Titelgewinn Nummer eins.

In der Anfangsphase des Endspiels bei bestem Fußballwetter hatte der Wuppertaler SV mehr vom Spiel. Hochkarätige Chancen konnten sich die Bergischen, beobachtet unter anderem von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und Kult-Trainer Peter Neururer, aber zunächst nicht erarbeiten. Dafür tauchte auf der anderen Seite Kaito Mizuta (32.) gefährlich vor dem Wuppertaler Tor auf. Der Straelener Offensivmann ließ zwei Gegenspieler aussteigen, sein Schuss ging aber am Gehäuse von WSV-Schlussmann Sebastian Patzler vorbei. Bis dahin war es die beste Möglichkeit im Spiel.

Das änderte sich in der 38. Minute: Nach einer unübersichtlichen Situation im Straelener Strafraum prallte der Ball zu Kevin Pires-Rodrigues. Dessen Schuss aus knapp 18 Metern kam über Beyhan Ametov vor die Füße von Semir Saric, der aus kurzer Distanz keine große Mühe mehr hatte, den Ball zum Halbzeitstand über die Linie zu drücken. Kurz vor der Pause wollte Straelen einen Elfmeter, doch Zweitliga-Schiedsrichter Sven Waschitzki aus Essen entschied auf Weiterspielen.

Aufregung gab es dann auch gleich zu Beginn der zweiten Hälfte. Marco Königs passte bei einem Konter sehenswert auf Kevin Hagemann, der SVS-Torhüter Robin Udegbe keine Chance ließ - 2:0 für den Wuppertaler SV. Straelens Trainer Benedict Weeks reagierte auf den Rückstand und wechselte dreifach (55.). Der SVS übernahm nach und nach auch die Initiative, Gegner Wuppertal lauerte auf Konter.

Es waren die Straelener, die sich für ihre Bemühungen belohnen konnten. Nach einer Hereingabe stand Cagatay Kader goldrichtig und köpfte zum 1:2 aus Sicht des Teams von der niederländischen Grenze ein. Nach dem Anschlusstreffer versuchte der SV Straelen, den Druck weiter hochzuhalten. Allerdings musste der SVS bei den Wuppertaler Kontern stets auf der Hut sein. Einen dieser Konter schloss der eingewechselte Mateo Aramburu (88.) fast zur Entscheidung ab.

Wenige Sekunden vor Schluss bekamen die Straelener noch einmal einen Freistoß, den Kevin Weggen (90.+4) nur knapp neben das Wuppertaler Tor setzte. Dann war Schluss - und der Jubel beim Wuppertaler SV kannte keine Grenzen.