22.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Würdigungen zum 70. Jahrestag des Hitler-Attentats

Würdigungen zum 70. Jahrestag des Hitler-Attentats

Bewunderung und Respekt für Widerstandskämpfer

Zum 70. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 haben Politiker den Mut der damaligen Widerstandskämpfer um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg gewürdigt.

Berlin - Die Frauen und Männer um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg hätten "ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um einem menschenverachtenden Unrechtsregime entgegen zu treten", erklärte CDU-Generalsekretär Peter Tauber in Berlin. Viele hätten diesen Einsatz mit ihrem Leben bezahlt. "Dafür gilt diesen Frauen und Männern auch noch 70 Jahre später unsere Bewunderung und unser Respekt."

Die Erinnerung an den furchtlosen Einsatz der Widerstandskämpfer gegen die NS-Diktatur sei "eine der Quellen für die moralische Legitimation der neuen bundesdeutschen Demokratie und auch für das Selbstverständnis der Bundeswehr", erklärte Tauber. An die Stelle des "Kadavergehorsams" sei die Vorstellung getreten, dass "Gehorsam und Befehl immer dort ihre Grenzen haben, wo gegen die Menschenwürde, das Recht und die Freiheit" verstoßen werde.

Am 20. Juli 1944 hatte Stauffenberg ein Attentat auf Hitler verübt, um die nationalsozialistische Gewaltherrschaft zu beenden. Nach dem Scheitern des Umsturzversuchs wurden Stauffenberg und einige seiner Mitverschwörer noch in derselben Nacht im Hof des Bendlerblocks, des damaligen Oberkommandos des Heeres, hingerichtet. Fast 3000 Beteiligte ließen in der Folge allein in der ehemaligen Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee ihr Leben.

Die Bundesregierung gedenkt am Sonntag mit einer Feierstunde im Bendlerblock, heute Sitz des Verteidigungsministeriums, der Opfer des Widerstands gegen die nationalsozialistische Diktatur. Die Gedenkrede hält Bundespräsident Joachim Gauck, im Anschluss wird er mit Angehörigen der Opfer des Widerstands bei einem Mittagessen zusammentreffen. Am Nachmittag wird er in der Gedenkstätte Plötzensee einen Kranz niederlegen.

Mit den Gedenkfeierlichkeiten würdige die Bundesregierung den unbeugsamen Willen und den Mut der Widerstandskämpfer, hatte Kulturstaatsministerin Monika Grütters schon am Freitag erklärt. "Wir verbeugen uns vor den Persönlichkeiten, deren Haltung uns Mahnung und Vorbild ist und deren Schicksale uns bis heute berühren und bewegen."

(xity, AFP)


Copyright 2018 © Xity Online GmbH