World Tour: German Open

Drei Borussen im Einsatz

Bremen ruft und die Weltspitze kommt. Ab heute ist die ÖVB Arena in der Hansestadt erneut Gastgeber der German Open und wird von den besten Spielern des Globus als Vorbereitung auf kommende Großevents geschätzt.

Düsseldorf - Die WM im Blick, Olympia im Sinn. Für die Top-Stars kommen die German Open genau richtig als Generalsprobe für die Ende April in China stattfindende Weltmeisterschaft. Und auch die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio haben vor allem die Trainer dabei schon im Kopf. So wird Bundestrainer Jörg Roßkopf besonders im Doppelwettbewerb ganz genau hinschauen, denn der spielt im olympischen Mannschaftssystem eine wichtige Rolle. Timo Boll geht in dieser Konkurrenz gemeinsam mit seinem Düsseldorfer Vereinskameraden Patrick Franziska an den Tisch. Das Duo gewann die German Open 2013 bei ihrem Debüt auf Anhieb das Turnier.

Im Einzel ruhen die Düsseldorfer Hoffnungen aber vor allem auf Timo Boll, der vor sechs Jahren an gleicher Stelle zuletzt einen Einzel-Sieg bei den German Open feierte und auf seinen fünften Erfolg bei dieser Turnierreihe wartet. Vor allem freut sich der Rekordeuropameister auf mögliche Duelle mit den Chinesen, die in Bremen mit Weltmeister Zhang Jike, dem Weltranglisten-Führenden Ma Long, Fang Bo und Yan An anreisen werden. Besonders auf Zhang und Ma freut sich der 34-Jährige. "Wenn wir gegeneinander gespielt haben, waren das immer grandiose Matches."

Im Gegensatz zu Boll, der am Freitag erstmals zum Schläger greift, muss sich Franziska zunächst in der Qualifikation für das Hauptfeld empfehlen. Nach einer Modus-Änderung für Turniere der sogenannten Super Series sind dafür nur noch 16 Spieler direkt gesetzt (früher 32), 16 weitere Athleten müssen sich qualifizieren. Die Herausforderung: die Qualifikation findet nicht mehr in Gruppen statt, sondern von Beginn an im KO-System. Damit dürfen sich die Spieler keinen Patzer erlauben.

In Bremen ebenfalls am Start ist Panagiotis Gionis. Der Abwehrspieler der Borussia, der nach dem 3:1-Sieg der Borussia im ersten Champions League-Halbfinale zunächst in seine griechische Heimat geflogen war, hat den Sprung unter die besten 16 knapp geschafft und wird damit ebenfalls erst am Freitag ins Turniergeschehen eingreifen. Auf einen Start im Doppel verzichtet "Panos" jedoch.