Wohnsituation von Studenten wird immer angespannter

Besonders in München, Berlin, Stuttgart und Köln

Die Wohnsituation für Studenten hat sich einer Analyse zufolge in etlichen deutschen Metropolen zuletzt weiter verschlechtert.

Berlin - Das gelte für München, Berlin, Stuttgart und Köln, teilte der Immobilienentwickler GBI unter Berufung auf eine eigene Rangliste mit, die die "Anspannung" am Markt misst. In Hamburg und Frankfurt am Main stagnierte der Wert demnach im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau.

"Die Ergebnisse zeigen, wie stark die allgemeine Steigerung der Immobiliennachfrage die Wohnsituation der Studierenden beeinflusst", erklärte der Leiter des Research-Bereichs von GBI, Stefan Brauckmann. Diese löse einen "Verdrängungswettbewerb" aus, der Studierende und andere Menschen in der Ausbildungsphase hart treffe.

Für seine Untersuchung analysierte GBI diverse Faktoren wie die Mietpreisentwicklung vor Ort, die Nachfrage nach Studienplätzen, das Einkommen der relevanten Zielgruppe sowie die generellen demografischen Trends. Daraus berechnet die Firma dann einen "Anspannungs-Faktor", der die Wohnungsmarktsituation von Studenten abbilden soll.

Bundesweit liegt zum aktuellen Wintersemester 2014/15 demnach München mit einem "Anspannungs-Wert" von 79 an erster Stelle, gefolgt von Hamburg (73), Frankfurt am Main (70,5), Köln (70), Stuttgart (63) und Berlin (62). In letzteren drei Städten zeichnete sich im Vergleich zum Vorjahr ein besonders starker Anstieg ab. Daneben war laut GBI aber auch die Wohnsituation für Studenten in etlichen kleineren Universitätsstädten wie Darmstadt, Koblenz oder Freiburg zuletzt angespannter als zuvor.

(xity, AFP)