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Wohngeldreform verursacht Mehrkosten in Millionenhöhe

Kosten teilen sich Bund und Länder

Die Bundesregierung will ab Januar 2016 das Wohngeld deutlich erhöhen und zudem mehr Menschen den Erhalt des Zuschusses ermöglichen.

Berlin - Die geplante Erhöhung des Wohngelds dürfte im kommenden Jahr offenbar Mehrkosten in Höhe von rund 810 Millionen Euro verursachen. Für 2017 werde mit zusätzlichen Ausgaben von 760 Millionen Euro gerechnet, berichten die "Ruhr-Nachrichten" unter Berufung auf den Gesetzentwurf des Bundesbauministeriums. Für 2018 werden demnach Mehrkosten von 690 Millionen Euro veranschlagt.

In diesem Jahr, in dem die Reform noch nicht greift, belaufen sich die Wohngeldausgaben dem Bericht zufolge auf gut eine Milliarde Euro. Die Kosten für das Wohngeld teilen sich Bund und Länder.

Eine Ministeriumssprecherin hatte am Freitag gesagt, konkrete Angaben zu den Kosten könnten derzeit noch nicht gemacht werden, da nicht klar sei, wer am Ende tatsächlich Wohngeld beantrage. Zudem gebe es noch keinen Haushalt für das nächste Jahr.

Die Bundesregierung will ab Januar erstmals seit 2009 das Wohngeld deutlich erhöhen und zudem mehr Menschen den Erhalt des staatlichen Zuschusses ermöglichen. Von der Reform sollen rund 870.000 Haushalte profitieren.

Nach den Plänen von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) soll der Miethöchstbetrag gestaffelt je nach Stadt oder Landkreis zwischen sieben und 27 Prozent angehoben werden. Bei der Berechnung des Wohngelds wird nicht unbedingt die tatsächliche Miete oder Belastung berücksichtigt, sondern ein festgelegter Höchstbetrag. Zudem sollen die so genannten Tabellenwerte, aus denen sich das Wohngeld errechnet, um durchschnittlich 39 Prozent steigen.

(xity, AFP)


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