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Wirtschaftsvertreter aus Union und SPD gegen Rentenpaket

Managerkreis und Wirtschaftsrat schreiben an Fraktionen

Wirtschaftsvertreter aus SPD und CDU haben sich in einem Schreibe an ihre Fraktionschefs gemeinsam gegen das Rentenpaket der großen Koalition gewandt.

Berlin - "Wir können nicht anders, als in Sorge um die Zukunft der jungen Generation und den Wirtschaftsstandort vor diesem Projekt zu warnen", heißt es in einem Brief des Managerkreises der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung und des Wirtschaftsrates der CDU, aus dem die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" zitierte. Gerichtet ist das Schreiben an die Fraktionschefs Volker Kauder (CDU) und Thomas Oppermann (SPD).

In dem Brief appellieren die Wirtschaftsvertreter "eindringlich an die Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD: Verabschieden Sie die Mütterrente und die Rente mit 63 auf keinen Fall wie vorgesehen". Bisher hatte sich die Kritik der Union vor allem gegen die Rente mit 63 gerichtet, die der SPD gegen die Mütterrente.

Die Rente mit 63 passe nicht in eine Zeit, in der der Fachkräftemangel sich zu Deutschlands größtem Wachstumshindernis entwickle, heißt es in dem Brief. Statt dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, "geben die Regierungsparteien auch noch kräftig Gas Richtung Abgrund: Viele Fachkräfte - rund ein Viertel jedes Jahrgangs - treiben sie vorzeitig in den Ruhestand".

Auch die Mütterrente wird harsch kritisiert. Sie sei "falsch finanziert und nicht generationengerecht", schreiben die Wirtschaftsvertreter aus CDU und SPD. Die Rücklagen in der gesetzlichen Rentenversicherung würden rasch abgebaut, "letztlich wird man um weitere Erhöhungen der Beitragssätze nicht umhinkommen".

(xity, AFP)


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