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Wirtschaft in Krefeld

Analyse der IHK zum Jahreswechsel

"2014 war ein zufriedenstellendes Jahr für die Wirtschaft in Krefeld", fasst Elmar te Neues, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, die Ergebnisse einer Analyse zum Jahreswechsel zusammen.

Krefeld - Die IHK hat dafür eigene Erhebungen sowie Daten der amtlichen Statistik von IT.NRW und der Arbeitsagentur ausgewertet. Allerdings ist der zum Jahresbeginn prognostizierte Aufschwung ausgeblieben. Folglich sind auch die Industrieumsätze nur leicht gestiegen. Auf dem Arbeitsmarkt konnten 2014 die Beschäftigtenzahlen des Vorjahres gehalten werden. Insbesondere das Baugewerbe stellt neue Mitarbeiter ein.

Die Umsätze der Industrie sind von Januar bis September 2014 leicht angestiegen. Das Plus liegt in Krefeld im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 1,4 Prozent. In NRW sind die Umsätze im selben Zeitraum dagegen um 0,1 Prozent gesunken. „Die Exporterträge sind aufgrund der geopolitischen Konflikte nur um 0,7 Prozent angestiegen“, sagt der Vizepräsident. „Die niedrigen Wachstumsraten beim Umsatz weisen ebenfalls nicht auf einen nachhaltigen Aufschwung hin.“ In der Entwicklung der Auslandsnachfrage sehen 57 Prozent der Krefelder Industriebetriebe ein wesentliches Risiko für den Konjunkturverlauf im Jahr 2015. Dies hat eine IHK-Umfrage gezeigt. „Dass die Auslandsnachfrage zum dominierenden Konjunkturrisiko wird, hat auch mit den geopolitischen Entwicklungen im Jahresverlauf zu tun, mit den Krisen in Osteuropa und im Nahen Osten“, erklärt te Neues.

Im Jahr 2014 hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Krefeld nur geringfügig verändert. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse lag im März bei 84.820. Damit konnte der Wert des Vorjahres um 0,3 Prozent erhöht werden. Das Wachstum ist im Vergleich zu NRW (+1,4 Prozent) allerdings unterdurchschnittlich. Insbesondere das Baugewerbe sowie die Unternehmen aus dem Bereich „Information und Kommunikation“ konnten ihre Beschäftigtenzahlen erhöhen. „Das Baugewerbe wird auch durch die vielen Projekte in der Krefelder Innenstadt begünstigt“, erklärt der Vizepräsident. Zudem ist die Arbeitslosigkeit leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote betrug im November 10,8 Prozent (NRW: 7,8 Prozent). In Krefeld waren damit zum November 2014 2,1 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Vorjahresmonat. Der Rückgang ist allerdings etwas schwächer als im Bundesland (-2,6 Prozent) insgesamt.

Auf lokaler Ebene kritisiert die IHK, dass immer mehr Städte und Gemeinden in der Region die Gewerbe- oder Grundsteuerhebesätze erhöhen wollen. Auch im Haushaltsplanentwurf der Stadt Krefeld beantragt die Verwaltung eine deutliche Anhebung der Steuersätze . „Dabei sind der Gewerbe- und Grundsteuerhebesatz wichtige Standortfaktoren“, so te Neues. Daher warnt die IHK vor einer Erhöhung der Steuern, weil sie die Standortkosten in die Höhe treiben. „Wenn Krefeld an der Steuerschraube dreht, wird die Stadt unattraktiver für Investoren“, befürchtet er.

 


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