16.11.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Wildvögel sollten nicht gefüttert werden sollen

Wildvögel sollten nicht gefüttert werden sollen

Vorsorge gegen Verschmutzungen in Parkanlagen

In den Düsseldorfer Parkanlagen gibt es eine große Population wildlebender Kanada- und Nilgänse. An einigen Orten sorgen ihre Hinterlassenschaften für Unmut.

Düsseldorf - Um solchen Verschmutzungen entgegenzuwirken sowie das "Gänsemanagement" weiterhin erfolgreich voranzubringen und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, hat das Gartenamt den Flyer "Bitte nicht füttern - Ich suche mein Futter selbst" herausgebracht. Doris Törkel, Leiterin des Gartenamtes, und Tobias Krause, Vogelexperte von der Unteren Naturschutzbehörde, haben den neuen Flyer gemeinsam mit zwei Promotern am Spee’schen Graben vorgestellt und auf den richtigen Umgang mit den Wildvögeln hingewiesen.

Nachdem die Population der Kanadagänse im Stadtgebiet in den vergangenen Jahren stark angestiegen war, hatte die Landeshauptstadt Düsseldorf im Frühjahr 2018 das "Gänsemanagement" gestartet. Kern des Konzeptes ist ein Gelegemanagement, bei dem gezielt Eier aus den Nestern entnommen werden. Weitere Bausteine sind das Herrichten von Brutplätzen für Höckerschwäne als natürliche Konkurrenten sowie die Kontrolle des Fütterungsverbotes.

Gartenamtsleiterin Doris Törkel erklärt: "Zwar zeigt das im Frühjahr 2018 gestartete Gänsemanagement Erfolge: Die Anzahl der Kanadagänse konnte durch die Einführung des Gänsemanagements reduziert werden. Hinderlich bleibt jedoch das Verhalten vieler Parkbesucherinnen und -besucher, die die Wildvögel trotz Hinweisschildern und Fütterungsverbot füttern."

Unter dem Titel "Bitte nicht füttern – Ich suche mein Futter selbst" weist der neue Flyer darauf hin, dass das Füttern der Wildvögel durch Parkbesucherinnen und -besucher weder den Tieren noch der Umwelt zugutekommt. Denn dadurch wird die natürliche, selbstständige Nahrungsaufnahme der Tiere behindert. Durch das Zufüttern werden immer mehr Tiere angelockt und es kommt zu unverträglich hohen Beständen, wodurch Grünflächen und Gewässer zusätzlich verdreckt werden. Sollte es - wie etwa im Winter - erforderlich sein, versorgt das Gartenamt die Wildvögel zusätzlich mit artgerechtem Futter.

 


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