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Wildbieneninsel an den Technischen Schulen

Projekt zur Förderung der Biodiversität

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes haben jetzt Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe der Gärtnerklassen der Technischen Schulen des Kreises Steinfurt eine Wildbienen- und Insekteninsel auf dem Schulgelände angelegt und gestaltet.

Steinfurt - Zum Auftakt vermittelte die Biodiversitätsbeauftragte des Kreises Steinfurt Judith Minker gemeinsam mit der Bezirksschüler*innenvertretung des Kreises Steinfurt (BSV Steinfurt), dem ehrenamtlichen Wildbienenschützer Werner Meyknecht aus Recke und dem Leiter der AG Biene des NABU Ortsverbandes Münster Joachim Eberhardt den Schülerinnen und Schülern in einem zweistündigen Workshop die ökologischen und fachlichen Hintergründe. Gemeinsam erarbeiteten sie so, dass Insekten- und Wildbienenschutz vor dem Hintergrund der Bedrohung heimischer Pflanzen- und Tierarten immer mehr an Bedeutung gewinnt.
 
Die praktischen Arbeiten an der Fläche wie das Auffüllen mit unterschiedlichen Substraten und die Bepflanzung der einzelnen Teilflächen setzten die Schülerinnen und Schüler dann selbst um. So entstand Stück für Stück ein rund 22 Quadratmeter großer Modelllebensraum, der vor allem bodennistenden Wildbienen aber auch Hohlraum- und Morschholzbewohnern ein Nisthabitat bietet. Die Fläche unterteilt sich in verschiedene Bereiche wie eine offene Sandfläche, die in eine Steilwand übergeht, eine Trockenmauer, Totholzstrukturen und Blühflächen. Die BSV Steinfurt begleitete die Arbeiten mit einer Kamera, um das Projekt in einem Film festzuhalten.
 
Hintergrund des Projektes ist, dass sich die Mitglieder der BSV Steinfurt bereits seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Insektenrückgang – speziell bei den heimischen Wildbienen – beschäftigen und die aktuelle Legislaturperiode nutzen möchten, um einen Beitrag zu Nachhaltigkeit, Umweltbildung und Umweltschutz sowie zum Erhalt der Biodiversität zu leisten. Unterstützt wird diese Idee durch das Umwelt- und Planungsamt des Kreises Steinfurt, der zum Beispiel im Rahmen seines Blühflächenförderprogramms eine Aufwertung städtischer Lebensräume unterstützt. Denn der urbane Raum ist mit seinen öffentlichen Grünflächen und privaten Gärten in diesem Zusammenhang längst in den Fokus gerückt. „Hier liegt ein großes Potential, um mithilfe verschiedener Lebensräume auf kleinem Raum dem Artenschwund etwas entgegenzusetzen“, erklärt Judith Minker. Es sei daher wichtig, auf möglichst vielen öffentlichen und privaten Flächen Ersatzlebensräume zu schaffen, um zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen.


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