Wie wird die Kö der Zukunft aussehen?

Dialogverfahren zur Zukunft der Kö gestartet

Die Königsallee wird sich wandeln müssen um den neuen, modernen Anforderungen gerecht zu werden. Aber, wo geht der Weg hin?

Düsseldorf - Am Dienstagabend startete das Dialogverfahren zur Zukunft der Kö als digitale Veranstaltung und mehr als 140 Menschen schalteten sich zu. Die Möbilitätswende, Nachhaltigkeit, verändertes Kaufverhalten, neue Erwartungen an den urbanen innerstädtischen Raum, Weggang der Banken und verschiedene Bauprojekte, die Königsallee steht vor großen Veränderungen.

Um den bestehenden Charakter und die Anziehung der Prachtstraße zu erhalten, gleichzeitig aber Innovation zu fördern, möchte die Stadt die Optionen und Veränderungen die anstehen, auf gesamtstädtischer Ebene diskutieren.

Am Dienstagabend fand deshalb digital der Auftakt des Dialogs „Zukunft der Kö“ statt, dessen Fragen und Ergebnisse in einem neuen Workshop in der nächsten Woche mit ausgewählten Bürgervertretern einfließen. Die erarbeiteten Empfehlungen und Leitlinien zur Gestaltung der „Kö von Morgen“ sollen dann einer weiteren öffentlichen, digitalen Veranstaltung Anfang November vorgestellt und diskutiert werden. Am 1. Dezember 2021 soll dann die Vorlage in den Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung kommen.

Für Beigeordnete Cornelia Zuschke ist der Ablauf der Planung ein „energischer Zeitstrahl“, aber man sieht auch das die Zukunft der Königsallee von großer Bedeutung ist, das zeigte auch die gestrige Veranstaltung bei der sich zwischenzeitlich mehr als 140 Interessierte zuschalteten. Um die aktuellen Entwicklungen zu zeigen, aber auch die Tradition der Kö zu erhalten möchte Zuschke so viele Menschen wie möglich in den Prozess einbinden. Den Wandel der berühmtesten Straße Düsseldorfs, das zusammenführen von Tradition und Moderne zu gestalten bieten viele Möglichkeiten.

Für Elisabeth Beusker, Leiterin  des Lehrstuhls „Lehr- und Forschungsgebiet für Immobilienentwicklung“ an der RWTH Aachen, erklärte das die „Kö“ bei einer nachhaltigen Stadtentwicklung eine Vorreiterstellung einnehmen müsse. Damit dieses gelinge, müssen verschiedene Themenfelder, wie klimaneutrale Stadtentwicklung, Anforderung an Sicherheit, neue Mobilität, Kultur und Aufenthaltsqualität angegangen werden.

Peter Wienen, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Königsallee, stellte noch einmal heraus was den Charakter der Kö ausmacht, die Präsenz der Luxusmarken, das Flanieren und letztendlich auch das „Sehen und Gesehen werden“. Die Weiterentwicklung der Kö muss für ihn auch immer dieses Aspekte im Auge haben. Für Wienen ist es ganz wichtig das Mobilität, wenn auch eingeschränkt, auf der Kö erhalten bleibt, das Kunden die aus dem weiteren Umland kommen, ohne auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, die Kö mit dem Auto besuchen können. Die Interessengemeinschaft der Königsallee wünscht sich von der Stadt Sicherheit und Sauberkeit auf der Kö, das auch während der Bauphase ein individual Verkehr auf der Kö möglich ist und das der Ensemble-Schutz der Königsallee im wesentlichen erhalten bleibt.