07.04.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Wer sich nicht an Corona-Verbote hält muss blechen

Wer sich nicht an Corona-Verbote hält muss blechen

So viel kosten Vergehen laut Bußgeldkatalog

NRW hat als erstes Bundesland einen Straf- und Bußgeldkatalog für die Missachtung Corona-Regeln erlassen. Diese Verstöße können teuer werden.

Düsseldorf - Wer sich nicht an das erlassene Kontaktverbot hält und das Infektionsschutzgesetz missachtet, muss jetzt mit empfindlichen Strafen rechnen. Diese reichen von Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen. "Die Lage ist ernst. Es geht um Leben und Tod. Das strenge Kontaktverbot wird sicher helfen, das Ansteckungsrisiko schnell zu reduzieren", Ministerpräsident Armin Laschet.

Aber welche Strafen erwarten Menschen, die die Corona-Regeln nicht einhalten? Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen, aber weniger als 10 Personen, in der Öffentlichkeit, muss jede Person 200 Euro Bußgeld bezahlen. Bei einer öffentlichen Ansammlung von mehr als zehn Personen sind die Strafen schon härter. Dies zieht eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren nach sich.

Auch Grillen oder Picknicken kann teuer werden. Hier muss jede beteiligte Person 250 Euro Bußgeld bezahlen. Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen das Verbot verstößt, öffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen durchzuführen, macht sich ebenfalls strafbar. Wer gegen ein Besuchsverbot, zum Beispiel in einem Altenheim oder Krankenhaus verstößt, muss 200 Euro Bußgeld bezahlen.

Die Sätze gelten für einen Erstverstoß. In besonders schweren Fällen werden sie verdoppelt. Bei Wiederholungsfällen können bis zu 25.000 Euro Bußgeld verhangen werden. "Das sind harte Strafen. Aber wer nicht hören will, muss eben zahlen oder wird aus dem Verkehr gezogen. Es geht hier schließlich nicht um eine Kleinigkeit, sondern um die Gesundheit und das Leben von Millionen Menschen", erläutert Innenminister Herbert Reul.


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