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Wenige Frauen beim Bund in Führungsposition

Linke fordert Vorbildfunktion der Politik

Den Plänen der großen Koalition zufolge soll Unternehmen ab 2016 eine Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte vorgeschrieben werden, wenn sie börsennotiert und voll mitbestimmungspflichtig sind.

Berlin - Frauen sind in Führungspositionen der Bundesministerien und anderer oberer Bundesbehörden deutlich unterrepräsentiert. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor.

Dem Text zufolge waren 2013 nur 150 der 715 Abteilungsleiter in Bundesministerien und nachgeordneten Behörden des Bundes weiblich. Dies entspricht einem Anteil von 21 Prozent.

In Führungsstellen im diplomatischen Dienst ist die Frauenquote noch niedriger. So gebe es derzeit an den 153 deutschen Botschaften im Ausland nur 17 Botschafterinnen, was einem Anteil von elf Prozent entspricht.

Die Linken-Abgeordnete Gesine Lötzsch bezeichnete die Zahlen in der "Bild"-Zeitung als "Armutszeugnis". Mit Blick auf die Regierungspläne für eine Frauenquote in Aufsichtsräten großer Unternehmen forderte sie die Regierung auf, "in ihren Häusern mit gutem Beispiel voranzugehen".

Den Plänen der großen Koalition zufolge soll Unternehmen ab 2016 eine Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte vorgeschrieben werden, wenn sie börsennotiert und voll mitbestimmungspflichtig sind.

(xity, AFP)


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