27.07.2021 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Welthauptstadt der Druck- und Papierindustrie

Welthauptstadt der Druck- und Papierindustrie

Düsseldorf im Zeichen der "drupacity"

Noch bis zum 10. Juni ist Düsseldorf ist Welthauptstadt der Druck- und Papierindustrie.

Welthauptstadt der Druck- und Papierindustrie

Düsseldorf - Die Drupa gehört zu den drei größten Messen die in Düsseldorf stattfinden und ist die größte Druck- und Papiermesse der Welt. Rund 1837 Ausstellerfirmen präsentieren ihre Produkte während der zehn Tage in denen die Messe stattfinden. Bei der letzten Drupa im Jahr 2012 konnte die Messe 314.000 Besucher verbuchen.

Die ganze Stadt steht im Zeichen der "drupacity" rote Flaggen schmücken die Rheinuferpromenade und heißen die Messegäste aus alles Welt willkommen. Drupacity ist eine gemeinsame Initiative der Messe Düsseldorf und der Destination Düsseldorf. Gemeinsam mit über 50 Partnern aus Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Transportgewerbe wird das Messethema in der Stadt sichtbar gemacht. Vom rollenden 3D-Labor bis zur Modekollektion aus Papier, richtet sich das Angebot nicht nur an internationalen Besucher, sondern auch an die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger.

Ein Haus, fast komplett aus Papier. Über zwei Etagen erstreckt sich dieses Gebäude und soll dem Besucher die vielfältigen Möglichkeiten dieses Werkstoffs näher bringen. Neben der Nachhaltigkeit sprechen aber auch andere Aspekte für den Einsatz von Papier in den eigenen vier Wänden.

"Papier ist schon ein Produkt, das von der Haptik her eine starke Emotionalität herbringt (...). Wenn Sie verschiedene Papiere angreifen, dass manche Papiere eher rauer sind und eine stärkere Emotionalität herüberbringen oder glatter sind, die sofort eine andere Message herüberbringen und sich sehr viel nüchterner darstellen?", so Christina Fadler.

So kann solch ein Raum also auch als Ru?ckzugsort dienen - fast schon optimal für die Besucher der "drupa", der weltgrößten Messe für Printmedien. Über 1.800 Aussteller werden den internationalen Besuchern in den kommenden elf Tagen Innovationen aus der Druckindustrie zeigen. Mit 33 Stunden Druckzeit gehört diese mannshohe Nachbildung einer Urzeit-Muschel zwar nicht zu den schnellsten Druckerzeugnissen, wohl aber zu den größten. Doch natürlich geht es auch schneller: Schon jetzt werden ganze Tageszeitungen im Digitaldruckverfahren hergestellt. So auch die aktuelle Ausgabe des "Walliser Boten" aus der Schweiz. In einer Minute bedruckt diese Maschine eine ein Meter breite Papierbahn auf einer Länge von 300 Metern - zwar noch langsamer als der klassische Offset-Druck, dafür sind deutlich individuellere Ergebnisse möglich.

Trotz modernster Technik lohnt auch ein Blick zurück. Das Leipziger "Museum für Druckkunst" entführt die Besucher ins 19. Jahrhundert, als Druckerei noch echte Handarbeit war.

"Heute sehen Sie: ,Papier geht in eine Druckmaschine und kommt farbig wieder heraus.' Bei diesen alten Maschinen können Sie einfach, weil es reine Mechanik ist, wunderbar sehen: Wie kommt das Papier auf die Farbe, wie funktioniert das Ineinandergreifen vieler Rädchen, was ja bis heute auch in den modernen Maschinen versteckt ist (...). Und ich glaube, dadurch kann man auch viel mehr verstehen, dass Print auch heute eine HighTech-Sache ist...", erklärt Dr. Susanne Richter.

Doch mit zunehmender Entwicklung schreiten auch die Möglichkeiten voran. Wer hätte schließlich vor über 100 Jahre gedacht, dass sich innerhalb von 30 Minuten eine fast acht Meter lange Weltkarte gestochen scharf drucken lässt. 


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