Weitere Unterstützung für neue Anti-Terror-Einheit

Zustimmung aus Union und SPD

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erwägt, eine neue Anti-Terror-Einheit bei der Bundespolizei aufzubauen.

Berlin - Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erhält mit seinen Überlegungen zum Aufbau einer neuen Anti-Terror-Einheit bei der Bundespolizei weiter Rückendeckung von Union und SPD. Von der Opposition war Kritik gekommen.

"Wenn man die jüngsten Anschlagsszenarien auf Deutschland übertragen würde, hätten auch wir gewisse Defizite", sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), der "Mitteldeutschen Zeitung".

Ähnlich äußerte sich der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Burkhard Lischka. Nach den Anschlägen in Paris und Kopenhagen könne niemand ausschließen, dass es auch in Deutschland einen solchen Terroranschlag gebe, sagte Lischka dem Blatt.

Ein normaler Schutzpolizist könne sich mit seiner Ausrüstung nicht erfolgreich Extremisten in den Weg stellen. Überdies sei die bereits bestehende Spezialeinheit GSG9 nicht für Fahndung und Verfolgung da, sondern für den unmittelbaren Zugriff.

Das Bundesinnenministerium hatte bekanntgegeben, es gebe "verschiedene" Überlegungen, dazu gehöre auch der Aufbau einer Anti-Terror-Einheit. Die Erwägungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Während sich verschiedene Politiker von Union und SPD bereits für den Aufbau einer solchen Truppe aussprachen, kam von der Opposition Kritik.

(xity, AFP)