22.02.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Weiter steigende Influenza-Zahlen in Köln

Weiter steigende Influenza-Zahlen in Köln

Oberbürgermeisterin ruft zur Grippe-Impfung auf

Seit Anfang des Jahres steigen in Köln die gemeldeten Influenza-Verdachtsfälle (echte Grippe) merklich an.

Köln - Seit Anfang Oktober 2019 wurden bis gestern 482 Nachweise von Influenza in Köln registriert, davon 139 in der vergangenen Woche. Dies deckt sich mit dem deutschlandweiten Trend. Nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) sei die Influenza-Saison mit der zweiten Kalenderwoche gestartet. In Deutschland gab es seit Oktober bisher mehr als 20.000 Nachweise und 42 Todesfälle durch eine Influenza-Infektion. Dennoch ist der Höhepunkt der Grippewelle noch nicht erreicht. Zum Vergleich: In der Grippe-Saison 2018/2019 (1. Oktober 2018 bis 30. September 2019) wurden in Köln insgesamt 1.767 Fälle in Köln registriert, in der Saison 2017/2018 waren es 3.119 Fälle. In den Kalenderwochen zwei bis fünf stellen sich die Zahlen wie folgt dar: 2020: 363; 2019: 275; 2018: 268 und 2017: 424 registrierte Influenza-Fälle.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker ruft daher zu einer Grippe-Impfung auf. Besonders für ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie alle, die viel mit Menschen zu tun haben, empfiehlt sich eine Grippeimpfung. Eine Impfung gegen die Grippe ist noch bis etwa Mitte Februar sinnvoll.

Impfen lassen sollten sich vor allem Personen mit einem besonderen Risiko für schwerwiegende Verläufe. Die hierzu zählenden Risikogruppen umfassen ältere Personen und Personen mit Grunderkrankungen. Zu diesen zählen zum Beispiel chronische Herzerkrankungen, chronische Lungenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (zum Beispiel Diabetes mellitus), Immundefekte, neurologische beziehungsweise neuromuskuläre Erkrankungen und schwere Fettleibigkeit (Adipositas). Außerdem erhöht eine Schwangerschaft, vor allem im fortgeschrittenen Stadium, das Risiko für einen schweren Verlauf. Eine Impf-Empfehlung besteht für die genannten Risikogruppen sowie alle Personen ab 60 Jahren, Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen, Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung, wie beispielweise medizinisches Personal und Personen, die mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen sein können.

Um im privaten Bereich eine Weiterverbreitung zu verhindern, sollten beim Husten und Niesen der Mund und die Nase mit der Ellenbeuge bedeckt werden. Es sollten Papiertaschentücher verwendet werden, die nach einmaligem Gebrauch sofort entsorgt werden. Regelmäßiges Händewaschen senkt das Risiko der Weiterverbreitung. Regelmäßiges Händewaschen schützt auch bisher gesunde Personen vor einer Ansteckung.

Die Grippe äußert sich in der Regel durch ein plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl, hohes Fieber, Husten, Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen. Sie kann zur akuten Verschlechterung chronischer Erkrankungen führen und es kann zu Komplikationen wie zum Beispiel Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung kommen, deren Spätfolgen tödlich sein können.

Ungeschützte Personen können sich sehr leicht anstecken, da die Grippe bereits während der Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch ansteckend ist. Die Übertragung erfolgt über Tröpfchen, zum Beispiel durch Sprechen, Husten oder Niesen, aber auch über die Hände, zum Beispiel durch Händeschütteln, durch Hand-Mund-und Hand-Nase-Kontakt.


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