Weiter keine heiße Spur zu flüchtigen Juwelendieben

Dresdner Ermittler erhielten dutzende Hinweise

Zwei Tage nach der Großrazzia wegen des spektakulären Juwelendiebstahls aus dem Grünen Gewölbe in Dresden haben die Ermittler keine heiße Spur zu den beiden flüchtigen Verdächtigen.

Berlin/Dresden - Nach den 21-jährigen Männern werde weiterhin "intensiv und auch öffentlich gefahndet", erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag in der sächsischen Hauptstadt. Es seien rund 40 Hinweise aus der Bevölkerung zu möglichen Aufenthaltsorten eingegangen, eine heiße Spur sei aber nicht darunter.

Am Dienstag hatten Ermittler in Berlin drei Verdächtige aus dem kriminellen Clanmilieu gefasst, die den Einbruch in dem Museum vor einem Jahr begangen haben sollen. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Die beiden flüchtigen Beschuldigten, die wie die übrigen Verdächtigen zu der einschlägig bekannten Remmo-Familie gehören, entgingen dabei einer Festnahme. Sie werden nun international und öffentlich gesucht, die Behörden verbreiteten unter anderem auch Fahndungsfotos der beiden.

Ende November 2019 hatten mehrere Einbrecher aus dem Grünen Gewölbe historischen Juwelenschmuck aus dem 18. Jahrhundert von großem Wert gestohlen. Nach monatelangen intensiven Ermittlungen durch eine Sonderkommission holten die Behörden am Mittwoch in Berlin zum Schlag gegen die mutmaßlichen Täter aus.

Mehr als 1600 Polizisten, darunter zahlreiche Spezialkräfte, durchsuchten dabei Wohnungen, Garagen und ein Café. Die Juwelen wurden nicht gefunden. Beschlagnahmt wurden nach Angaben der Ermittler vom Donnerstag Werkzeuge, Speichermedien wie Festplatten, Computer und Handys, Macheten, Äxte und Schreckschusswaffen.

(xity, AFP)