14.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Wegen Fall Hoeneß Selbstzeigen-Flut erwartet

Wegen Fall Hoeneß Selbstzeigen-Flut erwartet

Angst vor Entdeckung "deutlich erhöht"

Die Deutsche Steuergewerkschaft erwartet wegen des Steuerprozesses gegen Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß eine Selbstanzeigenflut.

München - Wegen des Steuer-Prozesses gegen Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß rechnet die Deutsche Steuergewerkschaft mit einer Flut neuer Selbstanzeigen von Steuersündern. "Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren 60.000 bis 120.000 Selbstanzeigen gestellt werden", sagte der Bundesvorsitzende Thomas Eigenthaler, der "Welt am Sonntag". Der Fall Hoeneß habe neben dem Ankauf von Steuer-CDs die Angst, entdeckt zu werden, "deutlich erhöht".

In den vergangenen vier Jahren sind rund 60.000 Selbstanzeigen bei den Finanzämtern eingegangen, fast die Hälfte davon im vergangenen Jahr. Das waren dreimal so viele wie in den Jahren zuvor.

Anfang vergangenen Jahres war öffentlich geworden, dass Hoeneß jahrelang ein Konto in der Schweiz hatte, das er dem Finanzamt verschwieg. Der Fußball-Funktionär ist deshalb wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe angeklagt. An diesem Montag beginnt in München der Prozess gegen ihn. Hoeneß hatte beim Finanzamt Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung erstattet. Weil die Selbstanzeige nicht vollständig gewesen sein soll, leitete die Staatsanwaltschaft München II Ermittlungen gegen ihn ein.

(xity, AFP)


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