22.03.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Was tun bei Aquaplaning?

Was tun bei Aquaplaning?

Tipps für den Ernstfall

Unwetter und Starkregen sind im Sommer keine Seltenheit. Besonders gefährlich und immer wieder unterschätzt ist das dabei auftretende Aquaplaning.

München - Aquaplaning ist eine Gefahr, bei der richtiges Fahrverhalten schwere Unfälle verhindern kann. Besonders gefährlich ist es nach langer Trockenheit oder zu Beginn des Regens. TÜV SÜD-Experte Philipp Schreiber erklärt, woran man Aquaplaning erkennen kann: "Da gibt es mehrere Hinweise. Zum Beispiel wenn die Lenkung leichtgängiger wird oder wenn sie, vor allem beim Beschleunigen, beim Frontantrieb die Räder durchdrehen, dann ist das auch ein Hinweis auf Aquaplaning." Ist man schnell unterwegs, muss man umgehend seine Fahrweise den Straßenverhältnissen anpassen, damit nichts passiert. "Wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, kann ich schauen, dass ich nicht gerade in den Spurrillen der Lkws fahre, weil da natürlich das Wasser tiefer steht, als leicht daneben, also versetzt fahren."

Bei Aquaplaning gerät man schnell in eine brenzlige Situation. Da ist der Fahrer gefragt, sofort zu reagieren und das Richtige zu tun. "Ja, auf jeden Fall Geschwindigkeit reduzieren. Wenn es unkritisch ist und genug Platz hat, leicht vom Gas gehen. Wenn es natürlich eng wird, muss ich einfach bremsen. Bei Fahrzeugen mit ABS kann ich voll rein treten. Das ABS regelt das entsprechend. Und bei Fahrzeugen ohne ABS, alten Fahrzeugen, da muss ich eben Stotterbremse anwenden." Man kann aber schon vorbeugend etwas tun. "Das Wichtigste ist die Bereifung, und da ist hauptsächlich die Profiltiefe ausschlaggebend. Das ist so, wenn man jetzt ein Fahrzeug hat mit fast abgefahrenen Reifen, 1,6 Millimeter ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe. Da haben Tests gezeigt, dass es teilweise schon ab 55 km/h zum Aufschwimmen kommt", so Schreiber abschließend.


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