21.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Warnstreiks im öffentlichen Dienst verstärkt

Warnstreiks im öffentlichen Dienst verstärkt

53.000 Menschen im Ausstand

Tausende Beschäftigte des öffentlichen Diensts haben ihre Forderungen nach Lohnsteigerungen bekräftigt.

Berlin - Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich 53.000 Menschen an Warnstreiks und Protestaktionen, davon 20.000 in Niedersachsen und 15.000 in Rheinland-Pfalz. Betroffen waren demnach alle Bereiche des öffentlichen Dienstes, darunter Kitas, Krankenhäuser, Verwaltungen, Müllabfuhr, Stadtreinigung, Jobcenter sowie Busse und Bahnen.

Für die kommenden Tage hat Verdi massive Warnstreiks im Verkehrsbereich angekündigt, um vor den nächsten Tarifverhandlungen für die 2,1 Millionen Mitarbeiter des öffentlichen Diensts von Bund und Kommunen den Druck auf die Arbeitgeberseite weiter zu erhöhen. Am Mittwoch liegt in mehreren Bundesländern der Schwerpunkt auf Arbeitsniederlegungen im Nahverkehr. Am Donnerstag sollen die Frühschichten von sieben großen Flughäfen bestreikt werden, darunter Frankfurt am Main.

"Die Streikbeteiligung heute ist ein starkes Signal an die Arbeitgeber", erklärte Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske nach Angaben seiner Gewerkschaft bei einer zentralen Kundgebung in Hannover. Am Montag treffen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu weiteren Gesprächen. In den ersten beiden Runden hatte es laut Verdi eine Annäherung, aber keinen Durchbruch gegeben. Die Gewerkschaften begleiten die Verhandlungen schon seit mehr als einer Woche mit bundesweiten Warnstreiks.

Verdi und die anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern für alle Beschäftigten ein monatliches Lohnplus von 100 Euro sowie eine Gehaltssteigerung von 3,5 Prozent. Dazu kommen weitere Forderungen, etwa ein Urlaubsanspruch von einheitlich 30 Tagen für alle. Die Arbeitgeberseite lehnt die Forderung nach 100 Euro pauschalem Lohnplus für alle ab. Bundesinnenminister Thomas De Maizière (CDU) betonte nach den jüngsten Verhandlungen allerdings ohne nähere Angaben, Bund und Kommunen seien zu einer "sozialen Komponente" bereit.

(xity, AFP)


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