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Warnschussarrest für jugendliche Täter selten verhängt

Bundesweit im vergangenen Jahr 416 Fälle gezählt

Der vor einem Jahr eingeführte sogenannte Warnschussarrest für junge Straftäter wird offenbar nur selten verhängt - nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" im vorigen Jahr bundesweit 416 Mal.

Der vor einem Jahr eingeführte sogenannte Warnschussarrest für junge Straftäter wird einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge nur selten verhängt. Wie das Blatt unter Berufung auf eine eigene Umfrage unter den Justizministerien der Bundesländer schrieb, wurde die Sanktion im vorigen Jahr bundesweit 416 Mal verhängt. In Bremen kam sie gar nicht zur Anwendung, in Berlin einmal, in Bayern 92 Mal. Dort war der jüngste Betroffene 14 Jahre alt.

Der Warnschussarrest war Anfang März 2013 eingeführt worden, um die Sanktionsmöglichkeiten der Gerichte gegenüber jugendlichen Straftätern zu erweitern. Im Fall der Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe können die Richter seitdem ergänzend einen bis zu vierwöchigen Arrest anordnen, wenn sie meinen, dass dies nötig ist, um dem Täter das Unrecht seines Tuns zu verdeutlichen. Die Wirksamkeit der Maßnahme ist unter Experten umstritten.

Der bayrische Justizminister Winfried Bausback (CSU) verteidigte den Warnschussarrest gegen Kritik. "Sie können einem jungen Verurteilten so das Unrecht und die Konsequenzen seines Fehlverhaltens nachdrücklich und spürbar vor Augen führen", sagte er der Zeitung.

© 2014 AFP


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