20.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Wanka will Jahrgangsbeste für Lehramtsstudium gewinnen

Wanka will Jahrgangsbeste für Lehramtsstudium gewinnen

Bund und Länder starten "Qualitätsoffensive"

Bund und Länder wollen mit einer gemeinsamen Initiative die Qualität in der Lehrerbildung verbessern.

Berlin - Das Bundesbildungsministerium veröffentlichte die Förderrichtlinie, nach der Hochschulen nun binnen vier Monaten Gelder für Projekte zur Verbesserung ihrer Lehramtsausbildung beantragen können. Bis zu 500 Millionen Euro investiert allein der Bund in den kommenden zehn Jahren in diese "Qualitätsoffensive Lehrerbildung".

"Wir wollen die Besten eines Jahrgangs für ein Lehramtsstudium gewinnen", erklärte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) in Berlin. Deshalb müssten die Strukturen der Lehrerbildung an den Hochschulen optimiert und die pädagogische Praxis stärker als bisher einbezogen werden. Auch müssten Fach- und Bildungswissenschaften besser miteinander kooperieren, forderte Wanka. "Dann werden wir auch gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen haben."

Mit der "Qualitätsoffensive" wollen Bund und Länder die Hochschulen dabei unterstützen, gesellschaftliche Veränderungen in der Lehrerausbildung zu berücksichtigen. Reformen der Schulstruktur, die Weiterentwicklung des Unterrichts in natur- und technikwissenschaftlichen Fächern, Heterogenität und Inklusion sowie veränderte Beziehungen zwischen Schule und Eltern müssten ihren Niederschlag in allen Phasen der Lehrerausbildung finden, teilte das Bundesbildungsministerium mit. Die Hochschulen können nun seit Donnerstag entsprechende Projekte beantragen; diese werden dann laut Ministerium in einem zweistufigen, wettbewerblichen Verfahren begutachtet.

Künftig sollen Lehramtsstudenten, Referendare oder Lehrer auch leichter als bislang über Ländergrenzen hinweg die Hochschule oder den Arbeitsplatz wechseln können. Die Länder und die Hochschulen wollen deshalb die Anerkennung von Studienleistungen und Abschlüssen sowie den Zugang zu Referendariaten über die Ländergrenzen hinweg vereinfachen. Die bisherigen Regelungen erschweren Studenten, Lehramtsanwärtern und Lehrern den Wechsel in ein anderes Bundesland.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Sylvia Löhrmann (Grüne), verwies in diesem Zusammenhang auf einen bereits im Oktober gefassten Beschluss der KMK, künftig länderübergreifend einen gleichberechtigten Zugang zum Lehrerberuf zu ermöglichen. Zur Bildungsmobilität gehöre, "dass sich gut ausgebildete Bewerberinnen und Bewerber auf Stellen des Lehramts und des Vorbereitungsdienstes im ganzen Bundesgebiet bewerben können", erklärte Löhrmann in Bonn.

(xity, AFP)


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