Wandel vom Aus- zum Einwandererland

Filmmuseum zeigt Multikulti-Filmreihe

In Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Düsseldorf zeigt das Filmmuseum Düsseldorf im November Filme zum Thema Multikulti.

Düsseldorf - Durch Anwerbeabkommen kamen zwischen 1955 und 1973 mehr als 2,6 Millionen Menschen aus Italien, Portugal, Griechenland, der Türkei und anderen Staaten als Gastarbeiter nach Deutschland. Sie begründeten den Wandel vom Aus- zum Einwandererland. Anhand verschiedener Genres reflektiert die Filmreihe "Multikulti" Wert und Reichtum, aber auch die Herausforderungen einer multikulturellen Gesellschaft.
Die Filme im Einzelnen:
Sonntag, 2. November, 18 Uhr, und Donnerstag, 20. November, 18 Uhr
"Zelig", USA 1983; Deutsche Fassung/Original mit deutschen Untertiteln; FSK 0
Fiktive biographische Dokumentation von und mit Woody Allen, der einen so anpassungssüchtigen Menschen spielt, der selbst seine physischen Eigenschaften seinem Gegenüber anpasst. Woody Allen ist eine im Kern ernsthafte Komödie um jüdische Identität und Assimilation gelungen.
Mittwoch, 5. November, 18 Uhr, und Samstag, 15. November, 18 Uhr
"Almanya/Willkommen in Deutschland", Deutschland 2011; Deutsche Fassung; FSK 6
"Almanya" erzählt mit der Geschichte einer türkischen Familie in Deutschland auf humorvolle Weise vom multikulturellen Leben im Alltag und in liebevoll-satirischen Rückblenden von deutschen und türkischen Klischees.
Freitag, 7. November, 18 Uhr, und Mittwoch, 19. November, 18 Uhr
"Die Schweizermacher", Schweiz 1978; Originalfassung; FSK 6
Um Schweizer Bürger zu werden, müssen die Kandidaten vor den strengen Fragen der Einbürgerungskommission bestehen. Ein engstirniger, kleinbürgerlicher Einbürgerungspolizeibeamter, dargestellt von Kabarettist Emil Steinberger, steht einem deutschen Psychiater, einem italienischen Kommunisten und einer jugoslawischen Tänzerin gegenüber, die sich jeweils sehr bemühen, als "Überschweizer" alles richtig zu machen.
Samstag, 8. November, 15 Uhr, und Mittwoch, 26. November, 18 Uhr
"Crossing The Bridge: The Sound Of Istanbul", Deutschland/Türkei 2005; Original mit deutschen Untertiteln; FSK 0
In 15 porträtierten Bands spiegelt sich Istanbul als brodelnder Schmelztiegel der verschiedensten musikalischen Universen aus Ost und West. Regisseur Fatih Akin zeigt Punk, Rock und Hip-Hop, der Hochgeschwindigkeits-Rapper Ceza, die kurdisch singende Aynur, der Roma-Klarinettist Selim Sesler, die an Straßenmusik orientierte Gruppe "Siya Siya", der Filmstar und Meister der Langhalslaute Orhan Gencebay und die Pop-Diva Sezen Aksu.
Mittwoch, 12. November, 18 Uhr, und Sonntag, 16. November, 18 Uhr
"Angst essen Seele auf", Deutschland 1974; Deutsche Fassung; FSK 12
Die Beziehung zwischen einer sechzigjährigen Witwe (Brigitte Mira) und einem etwa zwanzig Jahre jüngeren türkischen "Gastarbeiter" (El Hedi ben Salem) stößt auf Ablehnung der Nachbarn. Melodram von Rainer Werner Fassbinder, das mit kühler Brillanz die Missachtung von Minderheiten und die Mechanismen sozialer Unterdrückung analysiert – zugleich populär und bitter-ironisch erzählt.

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