Walter Lindner Ebola-Beauftragter der Bundesregierung

Ehemaliger Afrika-Beauftragter soll Hilfen koordinieren

Der Ebola-Seuche sind nach jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits 3093 Menschen zum Opfer gefallen, davon allein 1830 in Liberia.

Berlin - Seine Ernennung werde dazu beitragen, "dass die deutschen Bemühungen ihre maximale Wirkung entfalten können", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Es gebe "großen Koordinierungsbedarf". Lindner, der seit Mitte 2012 deutscher Botschafter in Venezuela ist, wird nach Angaben eines Sprechers des Auswärtigen Amts unverzüglich nach Berlin kommen.

Lindner war viele Jahre Außenamtssprecher und danach unter anderem auch deutscher Botschafter in Kenia sowie Leiter des Krisenreaktionszentrums des Auswärtigen Amtes.

Es gehe darum, die Ebola-Hilfen in Deutschland zu koordinieren und in die internationalen Anstrengungen einzubinden, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amts weiter. Die Bundeswehr bereitet derzeit im Auftrag der Regierung eine Luftbrücke vor, über die Hilfsgüter in die von Ebola betroffenen Länder in Westafrika transportiert werden sollen. Zudem finanziert die Bundesregierung Einsätze des Deutschen Rotes Kreuzes, das in Sierra Leone eine Behandlungsstation und in Liberia ein mobiles Krankenhaus errichten will.

Lindners Aufgabe als Ebola-Beauftragter sei zeitlich begrenzt und hänge von der Entwicklung der Lage ab, sagte der Außenamtssprecher weiter.

(xity, AFP)