20.10.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Wahrheit und Wahrhaftigkeit.

Wahrheit und Wahrhaftigkeit.

Die Geschichte des „Fakes“ in der Fotografie

Seit im Journalismus die digitale Technik die klassischen fotografischen Verfahren abgelöst hat, sind Bildveränderungen und Fälschungen einfacher denn je.

Iserlohn - Der Dozent und Fotohistoriker Michael Ebert gibt mit seinem Vortrag „Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Die Geschichte des Fakes in der Fotografie“ am Mittwoch, 2. Oktober, in der VHS im Stadtbahnhof einen spannenden Einblick in die Welt der Bildmanipulation.
Seit im Journalismus die digitale Technik die klassischen fotografischen Verfahren abgelöst hat, sind Bildveränderungen und Fälschungen einfacher denn je. Es wächst die Verunsicherung in den Redaktionen und bei den Lesern. Dabei ist die Geschichte des gefälschten oder verfälschten Bildes fast so alt wie die Fotografie selbst und beileibe kein Phänomen des Digitalzeitalters. Bereits im Krimkrieg ging man mit der Wahrheit sehr großzügig um und trug, um ein Bild vom Schlachtfeld zu dramatisieren, Kanonenkugeln zusammen. In den Zeiten totalitärer Weltmächte erreichte die Fälschung wahre Orwell’sche Dimensionen. In Ungnade gefallene Zeitgenossen wurden umgehend aus den offiziellen Bildern getilgt. Und manche historischen Retuschen sind in ihrer Qualität modernen, digitalen Manipulationen ebenbürtig.
Der Vortrag erzählt mit zahlreichen Bildbeispielen die Geschichte der manipulierten Bilder bis in die Gegenwart. Heute gehören Fake-Bilder längst zum Instrumentarium moderner Kriege. Im Nahostkonflikt sind sie gar so häufig, dass sie unter der Begrifflichkeit „Pallywood“ in die Mediensprache eingegangen sind.
Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Fanny-van-Hees-Saal. Karten zum Preis von acht Euro an der Abendkasse oder über eine Anmeldung (Kursnummer 192_20251) bei der VHS Iserlohn, Bahnhofsplatz 2, Telefon 02371 / 217-1943, www.vhs-iserlohn.de


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