Wagenknecht: Bankrott Griechenlands unausweichlich

Linken-Politikerin: Athen war schon 2010 bankrott

Sahra Wagenknecht will sich im Herbst nun doch nicht für den Linken-Fraktionsvorsitz bewerben - aus Ärger über die Griechenland-Politik ihrer Partei.

Berlin - Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hält einen Staatsbankrott Griechenlands für unausweichlich. "Griechenland war schon 2010 bankrott und im Grunde war es schon damals völlig verantwortungslos deutsches Steuergeld dafür zu verschleudern griechische Schulden bei den Banken zu bezahlen", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken dem SWR.

Athen hätte schon 2010 einen Schuldenschnitt gebraucht, stattdessen habe sich die Lage im Land durch die Sparauflagen der Geldgeber dramatisch verschlechtert. "Das Schlimme finde ich, dass die Bundesregierung nicht zugeben will, dass sie diesen milliardenschweren Fehler gemacht hat, sondern jetzt so tut, als sei die neue Regierung in Griechenland schuld."

Die Linke betrachtet die Euro-Rettungspolitik der EU seit jeher kritisch, hatte aber bei der jüngsten Abstimmung über die Verlängerung der Hilfen für das krisengeschüttelte Land Ende Februar mehrheitlich mit Ja gestimmt. Abweichend davon hatte sich Wagenknecht der Stimme enthalten.

(xity, AFP)