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Vorsicht beim Schwimmen im Rhein und in Baggerseen

Appell an Erholungssuchende am Wasser

Sommerliche Temperaturen - wie sie Meteorologen für die nächsten Tage angekündigt haben - und die bessere Wasserqualität der natürlichen Gewässer in Düsseldorf werden wieder so manchen Menschen zum Bad ins kühle Nass locken.

Düsseldorf - Doch das erfrischende Vergnügen birgt Gefahren. Die Vertreter von Feuerwehr, DLRG, Wasserwacht und Wasserschutzpolizei betonen: "Auch geübte Schwimmer können bei Unterströmungen in Not geraten." Zuletzt verunglückte am Feiertag "Christi Himmelfahrt", 14. Mai, ein 30-jähriger Mönchengladbacher im Rhein - er starb später in der Uniklinik Düsseldorf. Die Feuerwehr hatte zwar mit einem Großaufgebot an Feuerwehr- und Rettungskräften den Schwimmer bergen können. Nach Behandlung durch den Notarzt wurde er zur weiteren Behandlung in die Universitätsklinik Düsseldorf gebracht, wo er später verstarb. Auch 2014 starben ein Mann im Rhein und einer im Angermunder Baggersee. Die meisten Unfälle dieser Art verzeichnete die Feuerwehr im Supersommer 2003 - fünf Menschen kamen dabei ums Leben.

Generell sollten Menschen, die sich zum Baden in den Rhein oder die Düsseldorfer Baggerseen wagen, einige Regeln beachten. Die Feuerwehr der Landeshauptstadt, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die DRK-Wasserwacht, das Forstamt und die Wasserschutzpolizei appellieren, die Baderegeln einzuhalten:

- Nie überhitzt ins Wasser gehen,
- nie alkoholisiert schwimmen gehen,
- nie mit vollem Magen ins Wasser gehen,
- nie mit ganz leerem Magen Schwimmen gehen.

Eltern sollten ihre Kinder an den Gewässern im Auge behalten. Beson-dere Vorsicht ist an den Düsseldorfer Baggerseen geboten, da sie durch Grundwasser gespeist werden. Dadurch ändern sich Wassertemperatur, Gestalt, Tiefe und Uferformation regelmäßig und drastisch. Wer ein Jahr später an einen "bekannten" Baggersee kommt, kann dort völlig andere Verhältnisse vorfinden. Wenige Meter vom Ufer weg herrschen oft "eiskalte" Wassertemperaturen - auch für geübte Schwimmer gefährlich. Baden ist nur erlaubt, wo Betreuung gegeben ist, also am Unterbacher See. Für alle anderen Baggerseen gilt Badeverbot, also für:

- Angermunder Baggerseen westlich und östlich des Heiderweges
- Suitbertussee
- Fliednersee
- Lambertussee in Kaiserswerth
- Lichtenbroicher Baggersee am Flughafen
- Südpark-See
- Unisee
- Elbsee Süd und Nord

Im Rhein ist das Schwimmen nach der Verordnung über das Baden in den Bundeswasserstraßen Rhein und Schifffahrtsweg Rhein-Kleve in bestimmten Zonen verboten. So gelten 100 Meter oberhalb und unter-halb von Rheinhäfen Badeverbot. An Brücken, Schiffs- und Fährlandestellen, Schleusen, Vorhäfen, Umschlagstellen und Werften darf ebenfalls nicht geschwommen werden. Auch andernorts ist Baden im Rhein laut Wasserschutzpolizei nicht ungefährlich. Beispielsweise an so genannten Kribben - ins Wasser ragende Kiesflächen - bilden sich oft gefährliche Strudel und Strömungen. Strömung herrscht auch in der Fahrrinne. Wenn ein Schiff vorbei fährt, zieht dies das Wasser an. Der Eindruck des niedrigeren Wasserstandes verlockt Kinder, in den Fluss zu waten. Unterschätzt wird die Gefahr des "Rückschwalles": Das Wasser kehrt in Wellen zurück. Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter www.duesseldorf.de, Unterpunkt Freizeit.


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