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Vorsicht beim Schwimmen im Rhein und in Baggerseen

Appell an Erholungssuchende am Wasser

Sommerliche Temperaturen und die bessere Wasserqualität der natürlichen Gewässer in Düsseldorf werden wieder so manchen Menschen zum Bad ins kühle Nass locken. Doch das erfrischende Vergnügen birgt Gefahren.

Düsseldorf - Im Supersommer 2003 zum Beispiel verzeichnete die Feuerwehr viele Badeunfälle. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. So starb ein Mann von der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes im Rhein. Auch ein DRK-Retter, der zwei Mädchen vor dem Ertrinken im Rhein bewahrte, kam in Gefahr. Selbst im mäßigen Sommer 2013 musste die Feuerwehr immer wieder ausrücken, um Menschen aus dem Strom zu retten. Allein am Samstag, 27. Juli, gab es zwei Einsätze, bei denen drei Menschen im Rhein gemeldet worden waren. Zwei davon mussten ans Ufer gerettet, eine Frau vom Notarzt behandelt werden. Vertreter von Feuerwehr, DLRG, Wasserwacht und Wasserschutzpolizei betonen: "Auch geübte Schwimmer können bei Unterströmungen in Schwierigkeiten geraten."
Generell sollten Menschen, die sich zum Baden in den Rhein oder die Düsseldorfer Baggerseen wagen, einige Regeln beachten. Die Feuerwehr der Landeshauptstadt, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die DRK-Wasserwacht, das Forstamt und die Wasserschutzpolizei appellieren, die Baderegeln einzuhalten:
- Nie überhitzt ins Wasser gehen,
- nie alkoholisiert schwimmen gehen,
- nie mit vollem Magen ins Wasser gehen,
- nie mit ganz leerem Magen Schwimmen gehen.
Eltern sollten ihre Kinder an den Gewässern im Auge behalten. Besondere Vorsicht ist an den Düsseldorfer Baggerseen geboten, da sie durch Grundwasser gespeist werden. Dadurch ändern sich Wassertemperatur, Gestalt, Tiefe und Uferformation regelmäßig und drastisch. Wer ein Jahr später an einen "bekannten" Baggersee kommt, kann dort völlig andere Verhältnisse vorfinden. Wenige Meter vom Ufer weg herrschen oft "eiskalte" Wassertemperaturen – auch für geübte Schwimmer gefährlich. Baden ist nur erlaubt, wo Betreuung gegeben ist, also am Unterbacher See. Für alle anderen Baggerseen gilt Badeverbot, also für:
- Angermunder Baggerseen westlich und östlich des Heiderweges
- Suitbertussee
- Fliednersee
- Lambertussee in Kaiserswerth
- Lichtenbroicher Baggersee am Flughafen
- Südpark-See
- Unisee
- Elbsee Süd und Nord
Im Rhein ist das Schwimmen nach der Verordnung über das Baden in den Bundeswasserstraßen Rhein und Schifffahrtsweg Rhein-Kleve in bestimmten Zonen verboten. So gelten 100 Meter oberhalb und unterhalb von Rheinhäfen Badeverbot. An Brücken, Schiffs- und Fährlandestellen, Schleusen, Vorhäfen, Umschlagstellen und Werften darf ebenfalls nicht geschwommen werden. Auch andernorts ist Baden im Rhein laut Wasserschutzpolizei nicht ungefährlich. Beispielsweise an so genannten Kribben – ins Wasser ragende Kiesflächen – bilden sich oft gefährliche Strudel und Strömungen. Strömung herrscht auch in der Fahrrinne. Wenn ein Schiff vorbei fährt, zieht dies das Wasser an. Der Eindruck des niedrigeren Wasserstandes verlockt Kinder, in den Fluss zu waten. Unterschätzt wird die Gefahr des "Rückschwalles": Das Wasser kehrt in Wellen zurück.

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